Asien-Pazifik-Wochen Berlin 2001
 
China/USA: Erster Händedruck zwischen den Staatshäuptern

Heute vormittag, pünktlich um 10.00 Uhr, traf der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin zu einem Gespräch mit dem US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush zusammen. Beide Seiten haben sich über die bilateralen Beziehungen zwischen China und den USA sowie über internationale und regionale Angelegenheiten in gemeinsamem Interesse ausgetauscht. Da dies der erstmalige

Händedruck zwischen den beiden Staatsoberhäuptern China und der USA ist, stand deswegen auf dem Fokus der Weltpresse.

„China und die USA sind beide wichtige Länder, die große Einflüsse auf die Welt ausüben. In bezug auf die Erhaltung von Frieden und Sicherheit in der asiatisch-pazifischen Region und in der Welt, die Förderung der regionalen und globalen Wirtschaftsentwicklung und Prosperität sowie den gemeinsamen Kampf mit der internationalen Gemeinschaft gegen den Terrorismus haben beide Seiten gleiche Verpflichtungen und Interesse.“

Dies sagte Staatspräsident Jiang Zemin heute im Hotel für Staatsgäste im Vorort der Stadt Shanghai, als er den US-amerikanischen Prasideten George W. Bush traf.

China schenke seiner Beziehung zu den USA große Beachtung und sei bereit, zusammen mit der amerikanischen Seite die konstruktive bilaterale Partnerschaftsbeziehung aufzubauen, so Jiang.

„Ich habe gute Gespräche mit Bush geführt. Das ist das erste Mal für uns Beide. Wir haben uns über die chinesisch-amerikanischen Beziehungen, die Bekämpfung des Terrorismus, die Erhaltung von Frieden und Stabilität sowie andere wichtige Angelegenheiten tiefgreifend ausgetauscht und umfangreiche Konsens erzielt“, sagte der chinesiche Staatspräsident.

Er wies ferner darauf hin, dass China und die USA unterschiedliche gesellschaftliche Systeme hätten, so sei es kein Wunder, dass einige Differenzen zwischen den beiden Seiten bestanden.

„Ich trete dafür ein, dass die verschiedenen Zivilisationen und gesellschaftlichen Systeme langfristig koexistieren und sich trotz Unterschiede gemeinsam entwickeln sollten“, sagte Jiang.

Jiang unterstrich, die chinesisch-amerikanischen Beziehungen standen vor neuen Entwicklungschancen. Beide Seiten sollten strategische Dialoge auf hohen Ebenen führen, den Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Handel und Energie ausbauen und die Konsultation und Koordination in den wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten stärken.

Jiang brachte seine Überzeugung zum Ausdruck, solange beide Seiten die gemeinsamen Interessen fest anpacken, gemäß den drei chinesisch-amerikanischen gemeinsamen Erklärungen die bilateralen Beziehungen, insbesondere die Taiwan-Frage, angemessen behandeln, könnte sich die Beziehung zwischen den beiden Ländern ständig weiterentwickeln.

Nach dem Gespräch stellten sich Jiang und Bush zusammen der Presse. Mehr als hundert in- und ausländische Journalisten waren auf der Pressekonferenz anwensend.

Anschließend der Pressekonferenz gab der chinesische Staatspräsident Jiang Zemin seinem amerikanischen Amtskollegen zum Empfang ein feierliches Mittagsbankett.

Der US-amerikanische Präsident George W. Bush war gestern abend in Shanghai eingetroffen, um an dem 9. Inoffiziellen APEC-Gipfel teilzunehmen. Dies ist sein erster Staatsbesuch im Ausland nach dem Ereignis am 11. September.

(CIIC/19. Oktober 2001)