Immer mehr Kulturdenkmäler unter staatlichem Schutz

In China stehen jetzt weitere 1081 Kulturdenkmäler unter staatlichem Schutz, womit sich die Gesamtzahl der Kulturerbestätten auf 2352 erhöht hat.

Bereits zum sechsten Mal erklärte die chinesische Regierung archäologische Stätten, alte Gräber und Gebäude sowie Grotten und Steininschriften zu landesweit bedeutsamen Kulturdenkmälern, hieß es von Seiten des staatlichen Denkmalschutzamtes.

Bereits in den Jahren 1961, 1982, 1988, 1996 und 2001 hatte die Regierung insgesamt 1271 Stätten zu staatlichen Kulturdenkmälern erklärt.

Die sechste Auswahlrunde begann im Jahr 2004. Aus den von den Lokalregierungen vorgeschlagenen Vorschlägen wählten mehr als 60 Experten aus den Bereichen Denkmalschutz, Archäologie, Architekturgeschichte und moderne Geschichte die neuen Kulturdenkmäler aus.

Obwohl sich die Zahl der unter staatlichem Schutz stehenden Kulturdenkmäler in den letzten Jahren deutlich erhöhte, kann laut Shan Jixiang, dem Leiter des staatlichen Denkmalamts, noch immer nicht von einer zufriedenstellenden Zahl die Rede sein.

"Im Verhältnis zur vergleichsweise langen Geschichte des Landes und zur großen Anzahl der Denkmäler im Land stehen eindeutig zu wenige Kulturdenkmäler unter staatlichem Schutz", erklärte Shan.

Mehr als 400.000 Kulturdenkmäler in ganz China werden in verschiedenen Studien aufgeführt. Doch bis vor kurzem standen de facto nur 1271 Kulturdenkmäler unter staatlichem Schutz.

"In Ägypten werden über 20.000 Kulturerbestätten von der Regierung geschützt, in Indien stehen insgesamt 5000 Stätten unter staatlichem Schutz und in Vietnam immerhin 2823", sagte Shan.

Im Zuge der schnellen wirtschaftlichen Entwicklung in China tritt der Widerspruch zwischen wirtschaftlichem Aufbau und Denkmalschutz immer deutlicher zutage. Durch illegale Bauvorhaben wurde bereits eine Vielzahl von Denkmälern zerstört und es gibt zahlreiche Berichte von Plünderungen alter Gräber.

Laut Shan, kann angesichts der derzeit kritischen Lage in Bezug auf die Erhaltung der Kulturdenkmäler, durch die Aufnahme der neuen Kulturerbestätten in die Liste der staatlich geschützten Denkmäler entgegengewirkt und somit der Schutz insgesamt verbessert werden.

(China.org.cn, Xinhua, 4. April 2006)