China 2006: Handelsbilanzüberschuss erreicht neuen Rekord

Der chinesische Außenhandel hat im vergangenen Jahr mit 1,76 Billionen US-Dollar einen neuen Rekord verbucht. Auch der Handelsbilanzüberschuss erreichte nach offiziellen Angaben mit 177,5 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand.

Dennoch sagen Experten für 2007 nur ein moderates Wachstum von 15 Prozent beim Handelsvolumen und von 13 Prozent beim Handelsbilanzüberschuss voraus. 2006 waren es noch 23,8 Prozent respektive 74 Prozent.

Die chinesischen Exporte stiegen 2006 im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 969 Milliarden US-Dollar und die Importe um 20 Prozent auf 791,6 Milliarden US-Dollar, teilte das chinesische Zollamt mit.

Im Vergleich zu 2005 fiel das Exportwachstum um 1,2 Prozent geringer aus, während das Importwachstum um 2,4 Prozent zulegen konnte.

Das gesamte Handelsvolumen wuchs 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 23,8 Prozent und damit zum fünften Jahr in Folge um mehr als 20 Prozent.

Der Handel mit jedem der drei größten chinesischen Handelspartner, der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und Japan, lag bei über 20 Milliarden US-Dollar.

Der chinesische Handelsbilanzüberschuss stieg im Jahr 2006 um 74 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 177,5 Milliarden US-Dollar.

Bei dem Versuch den Druck auf die durch den Handelsbilanzüberschuss entstandenen wachsenden Kredite zu senken, hat die Zentralbank die Geschäftsbanken am 1. Januar nun schon zum vierten Mal innerhalb von sieben Monaten angewiesen, ihre Mindestreserven zu erhöhen. Die Zentralbank könnte sich in diesem Jahr genötigt sehen, vier bis fünf weitere Male den Mindestreservesatz anzuheben.


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