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| german.china.org.cn Datum: 13. 11. 2007 |
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Der chinesische Handelsbilanzüberschuss lag im Oktober mit 27,05 Milliarden US-Dollar 13,5 Prozent über dem Vorjahresmonat und verzeichnete damit einen neuen Rekord, teilte das chinesische Hauptzollamt am Montag mit. Der letzte Rekord wurde im Juni mit 26,9 Milliarden US-Dollar verzeichnet.
Allerdings lag der Überschuss unter den von großen Finanzinstituten wie der Bank of China (Hong Kong) und JP Morgan Chase vorausgesagten 30,6 Milliarden US-Dollar.
Die Exporte erreichten im Oktober einen Wert von 107,73 Milliarden US-Dollar, 22,3 Prozent mehr als im selben Vorjahresmonat aber 0,5 Prozent unter dem Wert im September. Die Importe stiegen um 25,5 Prozent auf 80,67 Milliarden US-Dollar und lagen damit 9,4 Prozentpunkte über dem Wert im September.
"Die Verlangsamung des Exportwachstums und die kontinuierliche Zunahme der Importe spiegeln wider, dass sich die Anstrengungen des Landes zur Verbesserung des Außenhandels auszuzahlen beginnen."
Die chinesische Regierung versucht, durch politische Maßnahmen in den Bereichen Exportsteuervergünstigungen, Zoll und Lohnveredelung sowie durch die Begrenzung der Exporte von energieintensiven Produkten die Handelsbilanz auszugleichen.
In einem weiteren Versuch, das Exportwachstum einzudämmen, will China mit einer neu herausgegebenen Richtlinie für ausländische Investitionen ausländische Investitionen in exportorientierte Industriebereiche begrenzen.
Trotz der Anstrengungen des Landes die Exportindustrie abzukühlen, betrug der Handelsbilanzüberschuss in der Zeit zwischen Januar und Oktober 212,36 Milliarden US-Dollar, eine Zunahme von 59 Prozent.
Yao Jingyuan, Chefvolkswirt beim Nationalen Statistikamt, hat am vergangenen Samstag prognostiziert, dass der Handelsbilanzüberschuss für das ganze Jahr 250 Milliarden US-Dollar betragen wird.
In einem Bericht der Zentralbank hieß es, der Handelsbilanzüberschuss des Landes würde im Jahr 2008 weiter auf einem hohen Niveau verbleiben, aber das Wachstum des Überschusses würde sich kontinuierlich verlangsamen.
"Der hohe Überschuss ist gefährlich. Er wird nicht nur Inflation auslösen, sondern auch die ohnehin schon angespannten Beziehungen mit den Haupthandelspartnern des Landes verschärfen", meint Long Guoqiang, ein Experte des Forschungsinstituts für Makroökonomie beim Zentrum für Entwicklungsforschung beim Staatsrat.
Die USA und andere Handelspartner würden weiterhin Druck auf China ausüben, die Kontrolle über die Währung des Landes zu lockern, die ihrer Ansicht nach unterbewertet ist und den chinesischen Exporteuren einen unfairen Preisvorteil einräumt.
"Der anhaltende Überschuss fördert die Erwartung des Marktes hinsichtlich einer Neubewertung des Yuan und erhöht den Druck für eine Aufwertung der chinesischen Währung", sagt Long.
Seit China am 21. Juli 2005 die Dollarbindung aufgab, ist die chinesische Währung um 8,3 Prozent aufgewertet worden, geht aus offiziellen Statistiken hervor.
In einem in der vergangenen Woche veröffentlichten Bericht der Zentralbank hieß es, die Verteuerung von importierten Produkten habe sich im September verlangsamt, während sich die Preissteigerung bei den Exportwaren beschleunigt habe. In Hinsicht auf die zunehmende Abhängigkeit Chinas von Rohstoffimporten führt die Aufwertung des Yuan zu einer Reduzierung der Kosten für die Importe, wodurch außerdem die Verteuerung der Einzelhandelspreise, einem Hauptindikator für Inflation, eingegrenzt wird.
Die Europäische Union ist weiterhin Chinas größter Handelspartner. Das bilaterale Handelsvolumen betrug zwischen Januar und Oktober 287,5 Milliarden US-Dollar, eine Zunahme um 27,5 Prozent im Vergleich zur selben Vorjahresperiode.
Die USA und Japan sind Chinas zweit- und drittgrößter Handelspartner. Das Handelsvolumen zwischen China und den beiden Ländern stieg um rund 15,7 Prozent auf 248,2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 191,9 Milliarden US-Dollar.
Chinas Handelsvolumen belief sich in den ersten zehn Monaten des Jahres 2007 auf 1,76 Billionen US-Dollar, eine Zunahme von 23,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im September lag die Wachstumsrate genauso hoch.
Die Exporte des Landes in den ersten zehn Monaten hatten einen Wert von 985,84 Milliarden US-Dollar, ein Zuwachs von 26,5 Prozent im Jahresvergleich. Die Importe legten um 19,8 Prozent auf 773,48 Milliarden US-Dollar zu.
Quelle: Xinhua
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