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| german.china.org.cn Datum: 05. 03. 2008 |
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China sollte sein Steuermodell für den Aktienmarkt neu gestalten, um langfristige Investitionen zu fördern und Spekulation einzudämmen, um so die Interessen der Kleinanleger auf lange Sicht zu sichern, heißt es in einem Antrag an die derzeit tagende Politische Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV).
Die hitzige Diskussion über die vorgeschlagenen Steueranpassungen kommt zu einer Zeit zunehmender Unsicherheit des Börsenmarktes, wobei Wirtschaftswissenschaftler und Beobachter Maßnahmen fordern, um das Vertrauen der Investoren wiederherzustellen.
China sollte seine Börsenumsatzsteuerpolitik gemäß langfristigen Überlegungen überarbeiten, heißt es in einem Antrag des Zentralkomitees der Chinesischen Gesellschaft für den Demokratischen Nationalen Aufbau, einer der acht demokratischen Parteien neben der Kommunistischen Partei Chinas, an die PKKCV.
Der Vorschlag beinhaltet folgende Punkte:
Reform der Stempelsteuer für Börsentransaktionen, um langfristige Investitionen zu ermutigen.
Die Abstimmung von Vermögens- und Körperschaftssteuer im Rahmen der bevorstehenden Besteuerung des Kapitalmarktes.
Die Einführung einer Kapitalertragssteuer für Börsentransaktionen zur geeigneten Zeit, mit einem niedrigen Satz für langfristige Investoren und einem höheren Satz für Spekulanten.
Die Einflechtung internationaler Erfahrungen, um zu verhindern, dass die Bestimmungen neuerlich angepasst werden müssen.
Der Plan, der als wichtigster Antrag der Tagung gilt, sieht vor, dass Investoren basierend auf der Anlagedauer ihrer Investitionen besteuert werden, um den Börsenmarkt zu stabilisieren.
Letzten Mai hatte die chinesische Regierung die Stempelsteuer für Börsentransaktionen sowohl für Käufer als Verkäufer auf 0,3 Prozent verdreifacht. Nachdem der Markt Ende letzten Jahres zu fluktuieren begann, begannen sich die Investoren darüber Sorgen zu machen, welche Schritte die Regierung unternehmen werde.
"Wir haben kein ausgereiftes Steuersystem für den Börsenmarkt und einige bestehende Regeln helfen nicht sehr dabei, die Kleininvestoren zu schützen", sagte Wu Zhiguo, ein Analyst bei Guohai Securities. "Es wäre ermutigend, wenn China einen Plan ausarbeiten würde, der die Entwicklung eines langfristigen Mechanismus vorsieht."
Der überraschende Schritt letztes Jahr, die Stempelsteuer zu erhöhen, bescherte dem wichtigsten Börsenindex einen Einbruch von 20 Prozent. Obwohl sich die Aktien später erholten, beschwerten sich die Investoren, dass die Handelskosten ungewiss seien.
Letztes Jahr wurden auf Aktientransaktionen insgesamt 200,5 Milliarden Yuan Stempelsteuern eingehoben, mehr als das Zehnfache vom Jahr zuvor, heißt es laut offiziellen staatlichen Steuerstatistiken.
Viele Bürger vom Festland China haben ihre Hoffnung ausgedrückt, dass nur eine Seite – und nicht beide – die Stempelsteuer zahlen muss, und dass die 20-prozentige Steuer auf die ausgezahlte Dividende abgeschafft wird.
"Ich glaube, es ist wichtiger, ein offenkundiges System zu haben, um zu entscheiden, wann die Handelskosten angehoben oder gesenkt werden sollen", sagte Wu Ke, ein leitender Angestellter bei Zhongtian Investment Consulting, einem Unternehmen das Investitionen für Großkunden tätigt.
Der Vorschlag fordert auch den Entwurf eines detaillierten Steuersystems für den in den Kinderschuhen steckenden Anleihen- und Terminmarkt und die Rationalisierung des Verfahrens, um Mehrfachbesteuerung zu vermeiden.
"Die Reform sollte darauf abzielen, ein gerechtes Steuersystem zu schaffen, und verschiedene Bereiche des Kapitalmarktes zu erfassen", heißt es in dem Vorschlag und es wird angemerkt, dass eine Kapitalertragssteuer erst zur geeigneten Zeit eingeführt werden sollte.
Quelle: Shanghai Daily
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