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Zentralbank: Bekämpfung der Inflation bleibt Hauptziel

german.china.org.cn          Datum: 13. 05. 2008

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Die für die chinesische Währung zuständigen Behörden versuchten zurzeit widersprüchliche politische Ziele zu erreichen, aber die Inflation bleibe die Hauptbesorgnis der Politik, erklärte Zhou Xiaochuan, der Gouverneur der chinesischen Zentralbank.

Während die Vereinigten Staaten und andere Länder sich stärker auf die Abwendung einer Rezession konzentrierten, müsse sich die chinesische Währungspolitik noch vor den Themen Wachstum und Arbeitsmarkt auf die Inflation konzentrieren, erklärte Zhou auf einem Forum in Lujiazui, dem Shanghaier Finanzzentrum, weiter.

"Es gibt kein Allheilmittel und wir müssen die endgültigen Entscheidungen treffen. Alle hoffen es gäbe ein Allheilmittel, aber das gibt es nicht", sagte Zhou.

Die Inflation bei den Verbraucherpreisen in China ist von 8,3 Prozent im März auf 8,5 Prozent im April angestiegen, erklärten zwei mit den Statistiken vertraute Personen.

Bereits am vergangenen Freitag hatte die chinesische Regierung erklärt, der Erzeugerpreisindex habe im April mit 8,1 Prozent ein Dreijahreshoch erreicht, was auf einen wachsenden Druck auf die Verbraucherpreise hinweise.

Zu den weiteren Zielen, auf die sich die chinesische Währungspolitik konzentrieren müsse, zählte Zhou die Entwicklung von Finanzinstituten und das Ungleichgewicht in der Handelsbilanz.

China müsse die Sparquote senken, um die übermäßige Abhängigkeit vom Handel zu verringern, der gegenwärtig rund 60 Prozent des jährlichen Bruttoinlandsproduktes ausmache. Auf bestimmte Maßnahmen ging Zhou aber nicht ein.

Darüber hinaus müsse Beijing einen Konsens über die Entwicklung eines funktionierenden chinesischen Anleihemarktes erreichen. Es gäbe weiterhin Unstimmigkeiten über die Marktinfrastruktur, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie einzelne Gesetze und Bestimmungen, sagte Zhou weiter.

Quelle: China Daily

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