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| german.china.org.cn Datum: 15. 06. 2008 |
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Der Vorsitzende von Vanke, Wang Shi
Die Aktionäre von China Vanke haben eine Spende von 100 Millionen Yuan zum Wiederaufbau von Häusern in der von einem Erdbeben stark zerstörten Provinz Sichuan genehmigt. Vanke ist das größte an einer Börse gehandelte chinesische Immobilienunternehmen.
Vanke stand unter Kritik der Internetgemeinde, seit der Vorsitzende des Unternehmens, Wang Shi, seine Angestellten nach dem Erdbeben empfohlen hatte, nicht mehr als 10 Yuan zu spenden. Außerdem hatte er erklärt, Vanke werde 2 Millionen Yuan für die von dem Erdbeben geschädigten Regionen spenden.
Auf Grund der zunehmenden Welle der Kritik durch die Medien und die Internetgemeinde entschuldigte sich Wang in seinem Blog. Bei einem Aktionärstreffen am Donnerstag entschuldigte Wang sich ebenfalls. Er sagte: "Ich möchte mich uneingeschränkt bei allen Aktionären entschuldigen und ich werde nicht versuchen, mich zu verteidigen."
Wang räumte ein, dass seine Kommentare zu den Spenden für die Erdbebenopfer den Markenname Vanke beschädigt hätten und dass ihm dies leid tue.
Als Lehre aus dieser Lektion werde Vanke in Zukunft einen Sprecher haben, sagte Wang. Das Unternehmen wolle künftig alles vermeiden, was seinen Aktienkurs negativ beeinflussen könne.
"Sollte Vankes Leistung aufgrund meiner persönlichen Kommentare leiden, werde ich sofort zurücktreten", sagte Wang weiter.
Einige Aktionäre sorgen sich, dass die Entschuldigung möglicherweise zu spät gekommen ist. "Als eine Person des öffentlichen Lebens sollte er aus dieser Erfahrung lernen", erklärte ein Aktionär, der es vorzieht, anonym zu bleiben.
Analysten sind der Ansicht, dass Aktionärstreffen und Wangs Entschuldigung werde etwas Druck von Vanke nehmen. "Es ist für eine öffentliche Person wie Wang Shi nicht leicht, sich zu entschuldigen, weder vor der Öffentlichkeit noch vor Aktionären", meint Zhang Luan, Analyst bei Haitong Securities.
Die Entscheidung der Aktionäre die Gelder frei zu geben, reflektiere den Willen des Unternehmens, in großem Stil zu den Wiederaufbauarbeiten beizutragen, sagt Zhang.
Die Investitionen des Unternehmens in Sichuan sollen im Verlauf der nächsten drei bis fünf Jahre getätigt werden, hatte Vanke in einer früheren Stellungnahme gegenüber der Shenzhener Börse mitgeteilt.
Bei dem schweren Erdbeben in der Provinz Sichuan am 12. Mai wurden nach Angaben des Ministeriums für zivile Angelegenheiten 5,4 Millionen Häuser zerstört und 21,4 Millionen beschädigt. Über 12 Millionen Menschen wurden obdachlos und müssen umgesiedelt werden.
Im Handel am Mittwoch waren die Aktien Vankes um 4,7 Prozent auf 20,5 Prozent gestiegen, allerdings sind sie in diesem Jahr bereits um 29 Prozent gefallen, nachdem sie sich im Jahr 2007 beinahe verdreifacht hatten. Aufgrund des Aktionärstreffens wurden die Aktien des Unternehmens am Donnerstag vom Handel ausgenommen.
Quelle: China Daily
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