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| german.china.org.cn Datum: 27. 06. 2008 |
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Die chinesischen Stahlproduzenten, die größten Eisenerzkonsumenten der Welt, wollen sich jedem Versuch von BHP Billiton widersetzen, einen Preis zu erhalten, der über dem mit der Rio Tinto Gruppe vereinbarten liegt, erklärte eine namentlich nicht genannte Person, die mit den Gesprächen vertraut ist.
Jeder Versuch von BHP, dem drittgrößten Exporteur von Eisenerz, die Lieferpreise an höhere Kassapreise zu binden, werde zurückgewiesen, erklärte die Quelle weiter. In der kommenden Woche werde unter Umständen eine Übereinkunft mit dem in Melbourne ansässigen Unternehmen BHP getroffen.
Baosteel, Chinas größter Stahlproduzent, war am Montag mit Rio Tinto übereingekommen, in diesem Jahr einen 97 Prozent höheren Preis für Eisenerz zu bezahlen, da die Nachfrage das weltweite Angebot übersteigt. BHP erklärte, das Übereinkommen bedeute, dass es für asiatische Stahlproduzenten immer noch billiger sei australisches Eisenerz zu kaufen, als brasilianisches Eisenerz.
"BHP wird vermutlich einen Kompromiss mit Baosteel eingehen und die Absprache mit der Rio Tinto Gruppe akzeptieren, da sich beide Seiten an langfristigen Interessen orientieren sollten", erklärte Hellen Lau, eine Analystin bei Daiwa Securities in Shanghai, gegenüber Bloomberg News.
Die Preise für Eisenerz steigen seit sechs Jahren und erhöhen damit die Kosten der Stahlproduzenten. Baosteel, das südkoreanische Unternehmen Posco und einige weitere Unternehmen haben aus der steigenden Nachfrage Vorteil geschlagen und die höheren Kosten durch die Anhebung der Stahlpreise weitergereicht.
Das Unternehmen Nippon Steel, dass seine Preise nicht weit genug angehoben hatte, um die Kosten zu decken, hat im April einen Gewinn Rückgang von 41 Prozent für das ganze Jahr bekannt geben müssen.
Die Übereinkunft des in London ansässigen Unternehmens Rio Tinto mit Baosteel übertrifft die Preisanhebung von 71 Prozent, die die chinesischen Stahlhersteller mit dem brasilianischen Unternehmen Cia Vale do Rio Doce, dem weltweit größten Eisenerzanbieter, ausgehandelt hatten.
Die chinesischen Stahlproduzenten zahlen dennoch einen höheren Preis wenn sie von Vale kaufen, denn gemessen an den durchschnittlichen Frachtkosten der vergangenen 12 Monate ist die Verschiffung von einer Tonne Eisenerz von Tubarao in Brasilien nach China 45 US-Dollar teurer als von Westaustralien.
Rio Tinto, der zweitgrößte Anbieter weltweit, erklärte, die asiatischen Stahlproduzenten sollten aufgrund der geringeren Frachtkosten für australisches Eisenerz mehr bezahlen.
Quelle: Shanghai Daily
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