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China vor weiteren 30 Jahren schnellen Wachstums

german.china.org.cn          Datum: 30. 06. 2008

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Die Stadt Shanghai

Chinas Wirtschaft werde auch in den kommenden 30 Jahren schnell wachsen, trotz der gegenwärtigen geringfügigen Verlangsamung, erklärte Fan Gang, ein bekannter Wirtschaftswissenschaftler und Mitglied des Komitees für Währungspolitik der chinesischen Volksbank, der Zentralbank Chinas, auf einem Wirtschaftsforum.

Steigende Produktivität sei ein wichtiger Faktor in dem Wirtschaftswachstum Chinas gewesen und würde auch in den kommenden Jahrzehnten weiterhin eine Rolle spielen, sagte Fan.

In einem Vortrag, der Überblick über die 1978 eingeleiteten drei Jahrzehnte politischer Richtlinien zur Reform und Öffnung gab, erklärte Fan, marktorientierte Reformen, Ausbildung und Forschung, Öffnung für Investitionen aus dem Ausland und Urbanisierung hätten geholfen, dass Produktivitätswachstum anzutreiben.

Die Auswirkungen dieser Faktoren würden in den folgenden 30 Jahren weiter bestehen. "Aus diesem Grund bin ich in Hinblick auf die anhaltenden Wachstumsaussichten Chinas zuversichtlich", sagte Fan.

Steigende Produktivität habe ungefähr 40 Prozent zu Chinas durchschnittlichen jährlich 9 Prozent Wachstum zwischen 1999 und 2005 beigetragen, wobei Investitionen und Humankapital für den Rest verantwortlich seien, sagte Fan.

Obgleich Arbeit in den folgenden drei Jahrzehnten knapper und teurer werden könnte, würde der verzögerte Effekt den Ausbildung und Forschung hätten, eine größere Rolle spielen, sagte Fan weiter. "Der Anteil der ausländischen Investition am gesamten Investitionsvolumen geht zurück, aber die Kenntnisse, die China durch die ausländischen Unternehmen erlangt hat, werden in der Zukunft von größerem Nutzen sein."

Zu dem sich verändernden Verhältnis zwischen in- und ausländischen Investitionen machte Fan keine genauen Angaben. Die Regierung schlüsselt die Angaben zu den Investitionen ebenfalls nicht in dieser Hinsicht auf.

Außerdem gäbe es noch viel Raum für weitere Reformen der Effizienz der Regierung, der staatseigenen Betriebe, Preismechanismen sowie des Finanz- und Steuersystems, die weitere wirtschaftliche Dynamik freisetzen könnten, sagte Fan. "China hat nur die Hälfte oder noch weniger seines Reformweges hinter sich gebracht."

Das Bruttoinlandsprodukt ist im vergangenen Jahr um 11,9 Prozent gestiegen und damit das fünfte Jahr in Folge mit einer zweistelligen Rate. Im ersten Quartal wuchs das BIP in Folge des schlimmsten Wintersturms seit über 50 Jahren und sich abschwächender Auslandsnachfrage nur um 10,6 Prozent, 1,1 Prozent weniger im Jahresvergleich.

"Das Wachstum hat sich nur etwas verlangsamt. (Die Wirtschaft) hat nicht stagniert. Sie ist immer noch zweistellig gewachsen", zitierte die China Business News Fan.

Nach einem von der Volksuniversität und Donghai Securities veröffentlichtem Bericht, verlangsame sich die Wirtschaft nach dem Rekordwachstum. Der Bericht prognostiziert, dass die Wirtschaft im Jahr 2008, auf Grund der sich verschlechternden externen Bedingungen und den inländischen Straffungsmaßnahmen, mit einer verlangsamten Geschwindigkeit von 10,4 Prozent wachsen werde.

Die Weltbank hat ihre Prognose für das chinesische Wachstum im Jahr 2008 in der vergangenen Woche von 9,4 Prozent auf 9,8 Prozent angehoben. Mitte 2007 hatte die Weltbank noch mit einem Wachstum von 10,8 Prozent gerechnet.

Quelle: Xinhua

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