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Schmelzereien wollen Produktion um 10% reduzieren

german.china.org.cn          Datum: 16. 07. 2008

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27 chinesische Blei- und Zinkschmelzereien haben vereinbart, zwischen Juli und September ihre Produktion um 10 Prozent zu reduzieren. Die Maßnahme soll bei der Stabilisierung der Marktpreise helfen und der Elektrizitätsknappheit des Landes entgegen wirken.

Zu den Zink- und Bleiproduzenten, die das Abkommen unterzeichnet haben, zählen unter anderem Sichuan Hongda und die Henan Yuguang Gold & Lead Group, erklärte der Shanghaier Verband für Nichteisenmetalle. Die großen Zinkproduzenten Hunan Zhuzhou Smelter Group und Huludao Zinc Industry befinden sich allerdings nicht auf der Liste.

"In der Zeit der reduzierten Produktion können die Unternehmen Wartungsarbeiten durchführen. Außerdem können sie Elektrizität sparen und so die kommenden Olympischen Spiele und die Entwicklung anderer Industrien unterstützten", heißt es in einer Stellungnahme des Verbandes.

"Inländische Unternehmen sollten weitere Maßnahmen, zum Beispiel zur Energieeinsparung und zur Verbesserung des Managements, ergreifen, um ihre Kosten zu senken", heißt es in der Stellungnahme weiter. Energie macht 25 bis 30 Prozent der Kosten bei der Produktion von Zink aus. Damit ist Zink das energieintensivste Metall nach Aluminium.

Die chinesischen Aluminiumhütten seien in der vergangenen Woche übereingekommen, auf Grund von Energieknappheit ihre Produktion bis September zu reduzieren und die Energieversorgung für die Olympischen Spiele in Beijing sicherzustellen, erklärte der chinesische Industrieverband für Nichteisenmetalle.

Seit dem vergangenem Jahr sind die Preise für Blei und Zink stark gefallen. Aus Statistiken geht hervor, dass der Preis für Zink seit Mai 2007 um 53 Prozent auf 15.650 Yuan pro Tonne und der für Blei um 34,74 Prozent auf 16.500 Yuan pro Tonne gefallen ist.

Die sinkenden Preise haben die inländischen Unternehmen in große Schwierigkeiten gebracht, sagt Tong Leshen, ein Analyst bei dem Shanghaier Verband für Nichteisenmetalle. Außer den Schmelzereien befinden sich auch einige Bergbauunternehmen aus dem Sektor unter starkem Druck.

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Blei und Zink hatte im April erklärt, dass es in diesem Jahr weltweit zu einem Überangebot von 215.000 Tonnen Zink kommen könnte. Bei Blei könnte das Überangebot bis zu 26.000 Tonnen betragen.

Zwischen Januar und Mai sei der Bleiverbrauch in China um 50.000 Tonnen zurückgegangen, aber die Produktionskapazitäten würden weiter wachsen, berichtete der chinesische Industrieverband für Nichteisenmetalle. So seien in diesem Jahr in den Provinzen Shaanxi, Hunan, Yunnan und Gansu neue Bleihütten in Betrieb gegangen.

Vor dem Hintergrund schnellen Wachstums in der weltweiten Bergbauproduktion und eines sich verlangsamenden Wachstums bei der Nachfrage werden Blei- und Zinkschmelzereien in den Jahren 2008 und 2009 weiteren Herausforderungen entgegensehen, sagen Analysten.

Einige Analysten empfehlen, dass China nationale Blei- und Zinkreserven aufbauen sollte, um zu verhindern, dass die Preise zu hoch steigen oder zu tief fallen.

Quelle: China Daily

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