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Chinas BIP wächst im ersten Halbjahr um 10,4 %

german.china.org.cn          Datum: 21. 07. 2008

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Der Sprecher des Nationalen Statistikamtes, Li Xiaochao, hat die Medien auf einer Pressekonferenz über die Wirtschaftsleistung Chinas im ersten Halbjahr 2008 unterrichtet. China.org.cn berichtet von der Pressekonferenz.



Li Xiaochao, Sprecher des Nationalen Statistikamtes

Li Xiaochao erklärte, die Regionen und Abteilungen auf allen Ebenen hätten im ersten Halbjahr 2008 die verschiedenen politischen Maßnahmen der Zentralregierung zur Wirtschaftspolitik sorgfältig umgesetzt, die durch Naturkatastrophen entstandenen großen Schwierigkeiten überwunden und aktiv auf die komplexe sich verändernde internationale Wirtschaftssituation reagiert. Alle diese Anstrengungen führten die Wirtschaft des Landes in die erwartete, mit den wirtschaftspolitischen Maßnahmen angestrebte Richtung. Die chinesische Wirtschaft habe ihr stabiles und schnelles Wachstum beibehalten.

Nach einer vorläufigen Schätzung habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der ersten Jahreshälfte bei 13,06 Billionen Yuan gelegen, ein reales Wachstum von 10,4 Prozent im Jahresvergleich. Damit lag das BIP-Wachstum um 1,8 Prozent niedriger als im Vorjahr. Auf die Primärindustrie entfielen dabei 1180 Milliarden Yuan, eine Zunahme um 3,5 Prozent (-0,5 Prozent). Die Sekundärindustrie steuerte 6741,9 Milliarden Yuan bei, ein Zuwachs von 11,3 Prozent (-2,4 Prozent). Die Tertiärindustrie hatte einen Anteil von 5140 Milliarden Yuan, eine Zunahme von 10,5 Prozent (-1,6 Prozent).

Landwirtschaftliche Situation geprägt von Rekordernte

Nach einer vorläufigen Schätzung lag die Gesamtproduktion von Sommergetreide bei 120,41 Millionen Tonnen, ein Zuwachs von 3,04 Millionen Tonnen (+2,6 Prozent) und damit das fünfte aufeinanderfolgende Jahr mit einem Produktionszuwachs. Die Fleischproduktion stieg um 31,92 Millionen Tonnen, ein Zuwachs von 4,8 Prozent im Jahresvergleich. Der Schweinebestand des Landes konnte eine Zunahme von 3,7 Prozent verzeichnen. Die Anzahl der geschlachteten Schweine stieg um 5 Prozent.

Industrieproduktion verlangsamt, Gewinne steigend

In der ersten Jahreshälfte legte die Wertschöpfung von Industrieunternehmen ab einer bestimmten Größe im Jahresvergleich um 16,3 Prozent (16 Prozent im Juni) zu, 2,2 Prozent weniger als im selben Vorjahreszeitraum. Dieses Wachstum teilte sich auf in 16,4 Prozent im ersten Quartal und 15,9 Prozent im zweiten Quartal. Die Analyse unterschiedlicher Arten von Unternehmen zeigt, dass das Wachstum der Wertschöpfung der Unternehmen im staatlichen Besitz um 12,7 Prozent zugelegt hat, während Kollektivunternehmen um 10,05 Prozent, Aktiengesellschaften um 18,8 Prozent und ausländische Unternehmen oder Unternehmen von Investoren aus Hongkong, Taiwan oder Macau um 14,3 Prozent zulegen konnten. Das Wachstum der Schwerindustrie betrug im Jahresvergleich 17,3 Prozent (- 2,2 Prozent). Die Leichtindustrie wuchs um 13,8 Prozent (-2,6 Prozent).

In den ersten fünf Monaten des Jahres betrugen die Gewinne von Unternehmen über einer bestimmten Größe 1094,4 Milliarden Yuan, ein Wachstum von 20,9 Prozent im Jahresvergleich (- 21,2 Prozent). Von den 39 industriellen Sektoren konnten 34 Sektoren im Jahresvergleich ein Wachstum sowie Gewinne verzeichnen. Die führenden fünf Sektoren waren Öl- und Gasförderung, Produktion von Nichteisenmetallen, Herstellung von Transportausrüstungen, Produktion von chemischen Rohstoffen und Chemieprodukten sowie Förderung und Waschen von Kohle. Schließt man die Ölverarbeitung, Koksherstellung, Herstellung von Kernbrennstoffen sowie die Produktion von und Versorgung mit elektrischer und thermischer Energie aus, läge das Gewinnwachstum der restlichen Sektoren im Jahresvergleich bei 38,4 Prozent (+ 7,6 Prozent).

Anlageinvestitionen zeigen schnelles Wachstum

In der ersten Jahreshälfte betrugen die Investitionen in Anlagevermögen in China 6840,2 Milliarden Yuan, ein Wachstum von 26,3 Prozent (+ 0,4 Prozent). Von diesen Investitionen flossen 5843,6 Milliarden Yuan in städtische Regionen, eine Zunahme um 26,8 Prozent (Juni: 29,5 Prozent) (+ 0,1 Prozent). In die ländlichen Regionen gingen 996,6 Milliarden Yuan, eine Zunahme von 23,2 Prozent (+ 1,7 Prozent). Von den Investitionen in die städtischen Regionen stiegen die Investitionen in die Primärindustrie um 69,5 Prozent, die in die Sekundärindustrie um 26,6 Prozent und die in die Tertiärindustrie um 26,2 Prozent. Dabei lag das Wachstum der Primärindustrie um 32 Prozent höher als im selben Vorjahreszeitraum. Das Wachstum in Ost-, Zentral- und Westchina lag bei 22,4 Prozent, 35,3 Prozent beziehungsweise 28,6 Prozent. Die Investitionen in die zentral- und westchinesischen Regionen wuchsen insgesamt schneller als die in die ostchinesischen Regionen.

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Quelle: german.china.org.cn

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