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| german.china.org.cn Datum: 29. 07. 2008 |
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Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) hat im vergangenen Jahr unter den inländischen Geschäftsbanken in Hinsicht auf die Wettbewerbsfähigkeit den ersten Platz belegt, geht aus einem Bericht des Magazins Chinese Banker hervor. Die sechstgrößte Bank des Landes, die China Merchants Bank, fand sich hinter der ICBC und vor der China Construction Bank auf dem zweiten Platz.
Bei der Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Geschäftsbanken seien unter anderem Unternehmensführung, Informationstechnik, Risikokontrolle, Produkte und Dienstleistungen, Personal sowie Entwicklungsstrategien Faktoren gewesen, erklärte Wang Songqi, Chefredakteur des Magazins.
Wang, der außerdem stellvertretender Direktor des Instituts für Finanzen und Bankwesen bei der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften ist, fügte hinzu, die Studie habe gezeigt, dass die inländischen Institute beim Aufbau ihrer Wettbewerbsfähigkeit in den Kernbereichen Fortschritt gemacht hätten. Ihre Profitabilität gründe aber immer noch weitgehend auf dem traditionellen Geschäft mit Zinsspannen. Vor dem Hintergrund globaler Unsicherheiten im Bereich der Finanzindustrie sehe sich die chinesische Bankindustrie Herausforderungen in den Bereichen Kreditrisikomanagement, Management von Liquiditätsrisiken und Profitabilität gegenüber, erklärte Wang weiter.
Das Magazin hat zum vierten Mal seinen jährlichen Bericht über die Wettbewerbsfähigkeit der inländischen Banken vorgelegt. Eine Expertengruppe arbeitete fast ein Jahr an der Studie.
Wang Luolin, früherer stellvertretender Präsident der Akademie der Sozialwissenschaften, erklärte, es sei eine dringende Aufgabe der chinesischen Bankindustrie, ihre Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, da es dem Land an Erfahrungen im Bereich der finanzwirtschaftlichen Globalisierung mangele.
Jiao Jinpu, Professor an der Volksuniversität, ist der Ansicht, die chinesische Bankindustrie habe in den vergangenen drei Jahrzehnten seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik große Fortschritte gemacht, die Unterschiede zwischen den verschiedenen chinesischen Geschäftsbanken seien aber immer noch nicht offensichtlich.
"Die inländischen Banken sollten sich von ihren Erfolgen nicht hinreißen lassen. Sie sollten in Hinblick auf die möglichen Risiken alarmiert sein und ihre Fähigkeiten zur Risikoanalyse verbessern", fügte Jiao hinzu.
Ba Shusong, ein führender inländischer Ökonom, erklärte, die chinesische Finanzindustrie müsse von den Hong Konger Banken lernen, wie man Hypothekenrisiken Ende der 90er Jahre abgewendet habe. Auch sollten sie ihre Anstrengungen zum Aufbau eines funktionierenden Rechts- und Kontrollsystems erhöhen.
Ba, der auch der Leiter des Zentrums für Finanzforschung beim chinesischen Institut für Entwicklung und Reform ist, sagte weiter, die chinesischen Banken sollten wachsam in Hinblick auf mögliche Kettenreaktionen am Markt, ausgelöst durch den Sturz von Immobilienaktien, sein.
Der Immobiliensektor, der maßgebend am Kursverfall nach der Hausse am chinesischen Aktienmarkt im vergangenen Jahr, die im Oktober ihren Höhepunkt erreicht hatte, beteiligt war, hat seitdem gemeinsam mit dem Rest des Marktes weitere Einbußen hinnehmen müssen.
Die Aktien von China Vanke, dem größten börsennotierten chinesischen Wohnungsbauer, haben seit ihrem Höchststand Anfang November mehr als 75 Prozent ihres Wertes verloren.
Wei Jianing, ein leitender Forscher des Zentrums für Entwicklungsforschung beim Staatsrat empfiehlt, dass künftig auch die Forschungskapazitäten der Geschäftsbanken bei der Bewertung ihrer Wettbewerbsfähigkeit berücksichtigt werden sollten. Gute Forschungs- und Analysefähigkeiten würden den Banken helfen, Krisen am Markt zu überstehen.
Quelle: Xinhua
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