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Wohin fließt das "heiße Geld"?

german.china.org.cn          Datum: 09. 08. 2008

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China könne die Möglichkeit nicht ausschließen, dass nach den Olympischen Spielen große Summen heißen Geldes oder kurzfristig angelegtes spekulatives Kapital aus dem Land abfließen, sagen Experten. China ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt und versucht gegenwärtig, das Wachstum seiner Wirtschaft zu verlangsamen.

In der Zeit nach der Olympia, wenn die Olympischen Spiele nicht mehr als wirtschaftliche Antriebskraft dienen, könnten Internationale Spekulanten große Gewinne aus dem Land abziehen, die sie während des chinesischen Wirtschaftsbooms in den vergangenen Jahren erlangt haben.

"Es ist möglich, dass eine große Summe heißen Geldes nach der Olympia aus China abfließen wird, da sich die wirtschaftliche Situation im Land ändert", sagt Li Youhuan, stellvertretender Präsident des Instituts für Industrie und Wirtschaft der Guangdonger Akademie der Sozialwissenschaften.

China ist eine der am schnellsten wachsenden Wirtschaftsnationen der Welt. Seit 2003 hat das Land ein zweistelliges Wachstum erlebt, allerdings weisen die letzten Statistiken darauf hin, dass sich das Wachstum der chinesischen Wirtschaft bereits das vierte Quartal in Folge verlangsamt hat und im zweiten Quartal dieses Jahres nur noch 10,1 Prozent betrug, im ersten Quartal hatte es noch bei 10,6 Prozent gelegen.

Es wird geschätzt, dass China zwischen 2001 und 2008 rund 520 Milliarden Yuan (49,25 Milliarden Euro) in die Olympia investiert hat, habe Huang Wei, ein Wirtschaftsberater der städtischen Kommission für Entwicklung und Reform in Beijing, gesagt, berichtet die Shanghaier Oriental Morning Post. Dies bedeutet eine Investition von 200 Millionen Yuan (18,94 Millionen Euro) pro Tag seit dem 13. Juli 2001, als Beijing den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympia 2008 erhielt, bis zum 8. August 2008, der Eröffnung der Olympiade.

Beijing, Hauptstadt Chinas und Gastgeber der Olympischen Spiele, habe zwischen 2001 und 2007 rund 310 Milliarden Yuan in die Olympia investiert, sagt Liu Zhi, stellvertretender Generalsekretär der Beijinger Stadtregierung. Die Zahl schließe die Investitionen der Stadt in Infrastruktur und Umweltschutz mit ein, sagte Liu weiter.

Diese umfangreichen Investitionen haben der wirtschaftlichen Entwicklung einen starken Anreiz gegeben. Das schnelle chinesische Wachstum in den vergangenen Jahren sei eng mit den Vorbereitungen des Landes auf die Olympischen Spiele 2008 verbunden gewesen, zitiert der 21st Century Business Herald, Chen Jian, Ökonom beim Beijinger Instituts für Sozialismus.

Die Olympiastädte Beijing und Qingdao hätten zwischen 2003 und 2007 ein jährliches Wirtschaftswachstum von 12 und 15 Prozent erreicht, sagte Chen.

Quelle: China Daily

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