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Chinesische Fonds verzeichnen Rekordverluste

german.china.org.cn          Datum: 01. 09. 2008

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Chinesische Fonds haben im ersten Halbjahr 2008 Rekordverluste hinnehmen müssen. Die Einbußen sind vor allem auf Kursverluste durch die schwachen Aktienmärkte im In- und Ausland zurückzuführen.

Die 364 chinesischen Fonds, die von 59 Fondsverwaltungen betreut werden, haben zwischen Januar und Juni insgesamt Verluste in Höhe von 1,08 Billionen Yuan (107,8 Milliarden Euro) hinnehmen müssen, teilte das Unternehmen TX Investment Consulting am Freitag mit. 961,9 Milliarden Yuan (96,07 Milliarden Euro) der Verluste seien auf Änderungen der Marktpreise zurückzuführen, erklärte das Unternehmen weiter. Dies entspricht rund 88,9 Prozent der gesamten Verluste.

Aufgrund der Baisse an den chinesischen Börsen im ersten Halbjahr, haben Aktienfonds gewaltige Einbußen in Höhe von 1,055 Billionen Yuan (105,4 Milliarden Euro), rund 97,52 Prozent der gesamten Verluste, hinnehmen müssen. Principal Guaranteed Funds und Rentenfonds haben 2 Milliarden Yuan (199,6 Millionen Euro) beziehungsweise 1,2 Milliarden Yuan (119,8 Millionen Euro) Verluste verzeichnet, geht aus dem Bericht weiter hervor.

Im Verlauf dieses Zeitraums haben der chinesische A-Aktienindex und der Hushen-300-Index (der die Performance der Fonds wiedergibt) 48 Prozent beziehungsweise 47,7 Prozent eingebüßt. Grund für diese Kursverluste sei die verschärfte Währungspolitik, die Verlangsamung der Wirtschaftsentwicklung sowie der Druck, entstanden durch große Mengen ehemals nicht handelbarer Aktien, die auf den Markt gekommen sein.

Darüber hinaus haben die US-amerikanischen Hypothekenkrise und die globale Inflation das Vertrauen der Investoren getrübt. Die nachgebenden Aktienmärkte im Ausland haben bei den qualifizierten inländischen institutionellen Investoren zu Einbußen in Höhe von 24,7 Milliarden Yuan (2,467 Milliarden Euro) geführt.

Verluste entstanden auch durch Preisunterschiede beim Aktienhandel sowie andere Ausgaben, darunter Depotgebühren, Verwaltungsgebühren und Kommissionen, die sich auf insgesamt 101,4 Milliarden Yuan (10,13 Milliarden Euro) beziehungsweise 35,5 Milliarden Yuan (3,55 Milliarden Euro) beliefen. Lediglich die risikofreien Geldfonds konnten trotz des zusammenbrechenden Aktienmarktes mit 1,3 Milliarden Yuan (129,8 Millionen Euro) Gewinne für sich verbuchen.

Es sei normal, das Geldfonds bei einer Baisse am Aktienmarkt an Beliebtheit gewännen, da ihre Investitionen nur in kurzfristige Wertpapiere mit geringem Risiko flössen, wie zum Beispiel in Schuldverschreibungen mit kurzer Laufzeit oder in den Rückkauf von Schatzobligationen, erklärt He Jun, Manager bei der Vermögensverwaltung China Nature.

Die steigenden Erträge aus Schatzwechseln der Zentralbank bieten Geldfonds gute Investitionsmöglichkeiten, erklärte ein nicht namentlich genannter Manager des Unternehmens China International Fund Management.

Quelle: Xinhua

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