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| german.china.org.cn Datum: 01. 09. 2008 |
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Das schnelle chinesische Wirtschaftswachstum habe zwar zu einem allgemeinen Anstieg der Nachfrage nach Rohstoffen geführt, der wahre Grund für den erheblichen Anstieg der internationalen Rohstoffpreise seien aber der schwache US-Dollar und Spekulationen und nicht der so genannte China Faktor, sagen Ökonomen.
Die aufgrund der geringen Arbeitskosten niedrigen Preise für chinesische Produkte hätten weltweit zu einer Stabilisierung der Preise beigetragen, heißt es in einem aktuellen Artikel des Wirtschaftsmagazins Economist.
"China hat dabei geholfen, die Inflation in den Industrienationen niedrig zu halten, nicht weil die Preise gefallen sind sondern weil chinesische Güter viel billiger sind", heißt es in dem Artikel weiter.
Einige Kritiker weisen dennoch auf die gewachsene chinesische Nachfrage nach Öl und anderen Rohstoffen hin und machen damit ein Land verantwortlich, das sich der schweren Aufgabe der Entwicklung gegenübersieht, sagt Hua Min, Direktor des Instituts für Weltwirtschaft an der Fudan-Universität.
In der Tat sind die chinesischen Ölimporte im Jahr 2007 mit einem Zuwachs von 14 Prozent im Jahresvergleich kräftig angestiegen. Im Jahr 2006 hatte der Zuwachs 10 Prozent betragen. Damals klagte die amerikanische Zentralbank über Deflation anstatt Inflation.
In einem Bericht der Internationalen Energieagentur aus dem Jahr 2005 hatte es geheißen, dass die steigende Nachfrage aus China und Indien gut durch eine Erhöhung der russischen Ölexporte kompensiert werden könne und die Situation von Angebot und Nachfrage somit unverändert bleibe.
Die Entscheidung der Organisation Erdöl Exportierender Länder (OPEC) die Produktion nicht anzuheben, sei ebenfalls auf der Ansicht begründet, dass das Angebot der Nachfrage entspreche. Dies deutet daraufhin, dass die Anschuldigung, die Nachfrage aus China habe zu Preiserhöhungen geführt, einer Überprüfung nicht standhalte, sagt Zuo Xiaolei, Chefökonom bei China Galaxy Securities.
Die OPEC hat seitdem an ihrem Standpunkt festgehalten, dass Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt ausgeglichen seien und die Forderung nach einer Erhöhung der Produktion daher unnötig sei.
Die Hauptschuldigen an den gestiegenen Preisen für Öl und andere Rohstoffe seien die vor einigen Jahren begonnene laxe amerikanische Währungspolitik und die darauf zurückzuführende weltweite Liquidität, meinen Analysten.
Seit dem Jahr 2001 hat die US-Regierung versucht, ihre durch das Platzen der "New Economy" Blase angeschlagene Wirtschaft mittels wiederholter Zinssenkungen zu retten. Im Ergebnis verringerte sich der Zinssatz von 7,5 Prozent auf 1 Prozent. Dies führte zu einer starken Abwertung des US-Dollars gegenüber allen anderen wichtigen Währungen, sagt Duo
Da die Ölpreise in US-Dollar angegeben werden, sind die Preise gestiegen. "Im Verlauf der letzten Abwertungsrunde des Dollars seit dem letzten Jahr, haben die Ölpreise die 100 US-Dollar pro Barrel Marke überschritten", sagt Duo
Die laxe amerikanische Währungspolitik habe außerdem den Samen für die gegenwärtige Kreditkrise gelegt, die weitgehend das Ergebnis zu großer Liquidität sei. Die Krise habe im Gegenzug die Entwertung des Dollars weiter verschärft, sagt Hua.
Der abstürzende US-Dollar habe nicht nur den relativen Ölpreis nach oben gedrückt sondern auch weltweit die Investoren beeinflusst, ihre Investmentportfolios mehr an Rohstoffen als an der US-Währung zu orientieren. Dies habe einen weiteren Aufwärtstrend bei den Preisen für Öl und anderen Rohstoffen ausgelöst, sagte Hua.
Die sich ausbreitende Hypothekenkrise habe dazu geführt, dass ein Teil des internationalen Kapitals in Warenterminkontrakte geflossen sei. Spekulationen hätten dann den Anstieg der Rohstoffpreise verursacht, sagt Duo
Im Januar des Jahres 2000 hätten Spekulanten an der New Yorker Warenterminbörse 37 Prozent der Terminkontrakte für West Texas Intermediate Rohöl kontrolliert. Im April dieses Jahres seien es 71 Prozent der Kontrakte gewesen, geht aus Angaben hervor, die das Komitee für Energie und Handel von der Kommission für den Handel mit Terminkontrakten erhalten hat.
Quelle: China Daily
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