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| german.china.org.cn Datum: 04. 09. 2008 |
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Der Irak hat am Dienstag den Plan des chinesischen Unternehmens China Petroleum National Corporation (CNPC) zur Erschließung eines irakischen Ölfelds genehmigt. Das chinesische Unternehmen erhebt für seine Leistungen eine Entgelt von 6 US-Dollar pro Barrel.
Der irakische Ölminister Hussein al-Shahristani erklärte, das Kabinett habe das 3 Milliarden US-Dollar Geschäft, in dessen Rahmen der chinesische Staatsbetrieb das Al-Ahdab Ölfeld in der zentral gelegenen schiitischen Provinz Wasit erschließen wird, genehmigt.
"Das chinesische Unternehmen wird für die Förderung und andere Leistungen eine Vergütung von 6 US-Dollar pro Barrel erhalten, die schrittweise auf 3 US-Dollar abgesenkt wird", sagte Shahristani innerhalb der stark befestigten "Grünen Zone" in der Mitte Bagdads gegenüber Journalisten.
Der Plan sei, in den ersten drei Jahren 25.000 Barrel Öl pro Tag zu fördern, sagte der Ölminister weiter.
Im vergangenen Monat hatte ein Beamte des irakischen Innenministeriums erklärt, das Feld könne innerhalb von drei Jahren vollständig erschlossen werden und würde dann für rund 20 Jahre Öl fördern.
Das neue Übereinkommen baut auf einem bereits 1997 abgeschlossenen Vertrag mit einem Vertragswert von 700 Millionen US-Dollar auf, in dessen Rahmen der CNPC auf dem Al-Ahdab Ölfeld Förderrechte über einen Zeitraum von 23 Jahren zugesichert wurden. Die Aktivitäten auf dem Ölfeld wurden aber aufgrund von UN-Sanktionen und Sicherheitsrisiken infolge des im Jahr 2003 von den USA gegen den Irak geführten Krieges, bei dem das Regime Saddam Husseins gestürzt wurde, eingestellt.
Bagdad habe es nun erfolgreich geschafft, den früheren Jointventurevertrag in einen Dienstleistungsvertrag umzuwandeln, erklärte Shahristani in Bagdad weiter.
Der Hauptgrund, warum Bagdad bisher noch kein Jointventure mit einem ausländischen Ölunternehmen geschlossen hat, sind Probleme bei dem Erlass eines nationalen Gesetzes, das seit Anfang vergangenen Jahres im Parlament anhängig ist.
Das irakische Ölgesetz verlangt die Verteilung der Einkünfte aus dem Ölgeschäft zwischen den 18 Provinzen des Landes, was zu starken Spannungen zwischen den Führern der miteinander rivalisierenden Stämme des Schiiten, Sunniten und Kurden geführt hat.
Von dem Abkommen mit der CNPC werde erwartet, dass Arbeitsplätze für Iraker entstehen, sagte Shahristani weiter. "Wir haben eine Kondition festgelegt, nach der irakische Arbeiter beschäftigt und ausgebildet werden müssen."
Das in Al-Ahdab geförderte Öl werde zur Energiegewinnung in dem Kraftwerk Zubeidiyah eingesetzt, erklärte der Minister, ein früherer Atomwissenschaftler weiter. Das Kraftwerk entsteht in Wasit und wird ebenfalls von China errichtet.
Aus dem Al-Ahdab Ölvertrag erhält China außer den vereinbarten Vergütungen keine weiteren Einkünfte.
Ende Juni hatte das irakische Ölministerium international die Erschließung von sechs Öl- und zwei Gasfeldern ausgeschrieben. 41 Unternehmen hatten an der Ausschreibung teil genommen.
Die auf diese Weise zu Stande gekommenen Verträge, bei denen es sich ebenfalls um Dienstleistungsverträge handelt, ebnen den Weg für die Rückkehr ausländischer Energieunternehmen, die vor 36 Jahren von Saddam aus dem Land geworfen worden waren.
Der Irak will seine gegenwärtige Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel um 500.000 Barrel pro Tag anheben. Damit würde die tägliche Fördermenge wieder dem Niveau der Zeit vor der amerikanischen Invasion im März 2003 entsprechen.
Quelle: China Daily
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