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China und Indien sind nicht für Getreidekrise verantwortlich

german.china.org.cn          Datum: 06. 10. 2008

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China und Indien sind für die gegenwärtige globale Getreidekrise nicht verantwortlich. Es sei nicht richtig, die Entwicklungsländer für die Getreidekrise verantwortlich zu machen, erklärte Niu Dun, stellvertretender Landwirtschaftsminister, auf einem Seminar über Getreidesicherheit im Rahmen des Sommerforums Davos 2008. Energieknappheit und die Verteuerung der landwirtschaftlichen Produktion seien die Ursachen der Getreideknappheit.

Entwicklungsländer, zu denen auch China zähle, hätten ein bedeutendes Defizit im weltweiten Handel mit Agrarprodukten sowie steigende Exportkosten verzeichnet. Dadurch seien in diesen Ländern und Regionen die landwirtschaftliche Produktion nachteilig beeinflusst und die Einkommen der Bauern verringert worden. Außerdem habe auch der weltweite Klimawandel in Folge der Industrialisierung Einfluss auf die globale Agrarproduktion.

Auch dürfe der Effekt der Entwicklung von Biotreibstoffen auf die Landwirtschaft nicht außer acht gelassen werden. Die chinesische Regierung sei gegen die Herstellung von Biotreibstoffen aus Mais, Sojabohnen oder anderen Getreidesorten. Das Land fördere allerdings die Verwendung von landwirtschaftlichen Abfallprodukten und bestimmten natürlichen Ressourcen zur Herstellung von Biotreibstoffen, solange dies nicht auf die Kosten der Wälder und des gesamten ökologischen Systems gehe, fügte Niu hinzu. In den ländlichen Gegenden Chinas werden Strünke, tierische Exkremente, landwirtschaftliche Abfälle und häusliche Abwässer zur Produktion von Elektrizität verwendet.

Zur Herstellung von Biotreibstoffen würde Klee und Zuckerrohr angebaut, sagte Niu. Landesweit würden Projekte für erneuerbare Energien wie kleine Wasserkraftwerke, Windkraftanlagen und Sonnenenergieanlagen errichtet. Noch vor 30 Jahren habe China internationale Getreidehilfe erhalten, heute exportiere das Land bis zu 20 Millionen Tonnen Getreide pro Jahr, betonte Niu.

Über 1500 Unternehmer, Politiker und Experten aus über 90 verschiedenen Ländern und Regionen haben am Sommerforum in Davos 2008, das am 27. und 28. September stattfand, teilgenommen

Quelle: Xinhua

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