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12. 08. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Kohleproduzent Shenhua wird Kohlereserven einrichten

China Shenhua Energy, der größte Kohleproduzent des Landes, wird im Auftrag der Regierung zehn Lager für Kohlereserven im ganzen Land bauen. Seit August 2008 revidiert die Regierung die Kohlegesetze einschließlich strategischer Kohlereserven bis 2015.

Die Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform hat vor kurzem China Shenhua Energy, den größten Kohleproduzenten des Landes, beauftragt, zehn Lager für Kohlereserven im ganzen Land zu bauen, gab die Leitung des Unternehmens bekannt. "Zurzeit suchen wir noch geeignete Orte (für die Lager)", so Hao Gui, stellvertretender Direktor von China Shenhua Energy, kurz Shenhua, am Samstag auf einer Konferenz zur Diskussion der Entwicklungsstrategie für den neu gebauten Hafen Yangkou in der Provinz Jiangsu. Er äußerte sich nicht im Einzelnen über spezifische in Frage kommende Orte für die zehn Kohlereservebasen oder deren Reservekapazität.

Seit August 2008 revidiert die chinesische Regierung die Kohlegesetze einschließlich strategischer Kohlereserven bis 2015. Derzeit gibt es keine staatlichen strategischen Kohlereserven in China, und nur wenige Unternehmen behalten eine bestimmte Menge Kohle in ihrem Lager. Berichten zufolge haben Zhejiang und Shandong, die beiden größten Kohle konsumierenden Provinzen, haben bereits begonnen, erste Kohlereservebasen zu bauen.

Shenhua's zehn Kohlereservelager würden in der Nähe der größten Energie produzierenden Regionen errichtet, so Hao gegenüber China Daily. Kohlereserven werden in gelagerte Reserven und Ressourcenreserven unterteilt, und Shenhua's Verantwortung liege darin, gelagerte Reserven zu bilden. "Wir erwägen die Möglichkeit, eine der Reserven im Hafen Yangkou zu errichten, da der Transport günstig ist und er nah an der Energie konsumierenden Provinz Jiangsu liegt", so Hao.

Huang Shengchu, Präsident des Chinesischen Informationsinstituts für Kohle, ist sicher, dass eine jährliche Kohlereservekapazität von 150 Millionen Tonnen bis 200 Millionen Tonnen dazu beitragen könne, Angebot und Nachfrage an Kohle in China auszugleichen. Es könne außerdem dazu verhelfen, Marktpreise zu stabilisieren. "Der Markt muss Kohlebestände haben, doch Kohlebestände von über 200 Millionen Tonnen wären zu viel", so Huang, und ergänzt, dass Kohlereserveeinrichtungen normalerweise an Meereshäfen gebaut würden. Chinas Kohleproduktion 2008 belief sich auf 2,7 Milliarden Tonnen, und die Zahl wird sich wahrscheinlich auf 2,8 Milliarden Tonnen dieses Jahr erhöhen, so Huang.

Doch es gibt auch Zweifel an der wirtschaftlichen Durchführbarkeit der Errichtung von Kohlereserven. "China braucht keine staatlichen Kohlereserven, da wir genügend Kohleressourcen haben", so Lin Boqiang, Direktor des Chinesischen Zentrums für Energiewirtschaftsforschung an der Universität Xiamen. Das Land müsse sich zurzeit auf mehr strategische Ölreserven konzentrieren, um die Ölversorgung zu gewährleisten, da die Abhängigkeit vom Ölimport derzeit rund 50 Prozent betrage.

Als größter Produzent und Konsument von Kohle kommen 70 Prozent von Chinas Energieversorgung von Kohle betriebenen Kraftwerken. "Eines der Probleme des Kohlekonsums sind die hohen Transportkosten, und die Errichtung von gelagerten Kohlereserven wird dieses Problem nicht lösen", so Lin. "Hinzu kommt, dass die Kosten für gelagerte Kohlereserven sehr hoch sind, da die Lagerung viel Platz benötigt. Kohle ist außerdem anfällig für Verwitterung und ist noch dazu leicht selbst entzündlich."

Quelle: China Daily

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