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| 07. 09. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Vor zwei Jahren begann im August 2007 die Weltwirtschaftskrise in den USA. Seit dieser Zeit hat die Weltwirtschaft einen erheblichen Schaden durch die Krise erlitten, welche als "die schlimmste Finanzkrise seit der Großen Depression" bezeichnet wird.
Am Samstag kam Dr. Supachai Panitchpakdi zu China Talk, um über die aktuelle Situation der globalen Finanzkrise zu reden. Er ist Generalsekretär der UN-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD).
Ein Auszug des Interviews:
Willkommen zu China Talk. Vor zwei Jahren begann im August 2007 die Weltwirtschaftskrise in den USA. Seit dieser Zeit hat die Weltwirtschaft einen erheblichen Schaden durch die Krise erlitten, welche als "die schlimmste Finanzkrise seit der Großen Depression" bezeichnet wird. Zwei Jahre später, fragen sich die Leute, wie die Weltwirtschaft heute aussieht: ob das Ende der Krise in Sicht ist und was wir daraus lernen können. Wir fühlen uns sehr geehrt, Dr. Supachai Panitchpakdi zum Interview über die aktuelle Situation der Finanzkrise begrüßen zu dürfen. Er ist Generalsekretär der UN-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD).
China.org.cn: Viele Leute sagen, dass der schlimmste Teil der globalen Krise vorüber sei und dass die Weltwirtschaft sich langsam erhole. In der Tat unterstützen einige positive wirtschaftliche Zahlen diese Theorie. Zum Beispiel ist der US S&P 500 Index in den letzten fünf Monaten um fast 50 Prozent gestiegen. Wie sehen Sie das? Denken Sie, dass sich die Weltwirtschaft verbessert?
Dr. Supachai: Zu sagen, dass das Schlimmste hinter uns liegt, ist teilweise richtig. Wir haben die Tiefe der Krise gesehen. Aber wir sollten aufpassen, nicht in Selbstzufriedenheit zurückzufallen. Ich würde gerne folgendes sehen: einen längeren Zeitraum, in dem das Vertrauen der Verbraucher wächst, eine längere Zeit, um Wachstum herzustellen, und vor allem positive Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt. Ich denke, wir können mit bestimmten Tatsachen und Maßnahmen zufrieden sein. Aber die Notwendigkeit zusammen auf einer multilateralen Basis zu arbeiten und das Finanzsystem und die Reformen zu verschärfen, werden nicht verschwinden; all das wird noch immer gebraucht werden.
China.org.cn: Wie wir wissen, hat die globale Krise die ganze Welt betroffen. Aber was für einen Einfluss hatte sie auf die Entwicklungsländer? Warum müssen Entwicklungsländer unter der Krise leiden, die in den USA und anderen Industrieländern entstanden ist?
Dr. Supachai: Aus diesem Grund ist es so traurig, weil Entwicklungsländer sich so gut entwickelten. Besonders die in Afrika, die schwächsten Wirtschaften – die LDCs (Least Developed Countries, deutsch: am wenigsten entwickelte Länder) – wuchsen seit 2007 auf etwa fünf bis sechs Prozent. Nun sind sie auf ein Level von ein bis zwei Prozent zurückgefallen, was ein negatives Wachstum des Pro-Kopf-Einkommens bedeutet. Der Einfluss, wie Sie sagten, wird im Hinblick auf die Bekämpfung der Armut wichtig sein. Wir müssen nun steilere Berge begehen, denn es wird mehr Menschen unter der Armutsgrenze und höhere Arbeitslosenzahlen geben, auch in der Hinsicht auf Frauen und Jugendliche. Das Erholen in diesen Ländern wird sehr viel länger dauern als in den Industrieländern. Um diesen Ländern zu helfen, müssen die Industrieländer nicht nur aus der Krise kommen und sagen, dass die Krise beendet ist. Sie ist nicht beendet. Sie ist vielleicht für die verursachenden Industrieländer vorbei, aber nicht für den Rest der Welt, der davon betroffen ist. Es muss also finanzielle Unterstützung für diese Länder geben, um sie von ihren Schulden zu entlasten.
Quelle: german.china.org.cn
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