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12. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China National Petroleum schließt Abkommen mit BP und Irak

Die China National Petroleum Corp (CNPC), Chinas größter Öl- und Gashersteller und Großbritanniens Ölriese British Petroleum (BP) haben am vergangenen Donnerstag eine Einverständniserklärung mit dem irakischen Ölministerium für die Erschließung von Rumaila, Iraks größtem Ölfeld unterschrieben.

"Der unterschriebene Vertrag liegt dem Kabinett derzeit zur Zustimmung vor", sagte ein Sprecher des irakischen Ölministeriums. "Das Ministerium wird nach der Zustimmung ein offizielles Datum für die Vertragsunterzeichnung festlegen."

Er sagte, das Abkommen, über eine Investition von mehr als 15 Milliarden US-Dollar (10 Milliarden Euro), wurde stellvertretend für das Ministerium von der South Oil Company sowie von CNPC und BP unterschrieben.

Ein Sprecher von BP bestätigte, dass BP eine Einverständniserklärung unterzeichnet hätte und nun auf eine Zustimmung der irakischen Regierung warte. Dies sei ein wichtiger Meilenstein, und BP hoffe, den endgültigen Vertrag noch vor Ende des Jahres zu unterzeichnen.

CNPC wollte hierzu keine Stellungnahme abgeben.

BP und CNPC gewannen das Rumaila Abkommen, nachdem sie im Angebot ihre Vergütung auf 2 US-Dollar (1,4 Euro) pro Barrel reduziert hatten. Irak hatte in einer Versteigerung im Juni acht Verträge angeboten.

Rumaila, Iraks größtes Ölfeld, liefert fast die Hälfte der Gesamtfördermenge des Landes von 2,4 Millionen Barrel pro Tag (BPD). Derzeit beträgt die Förderkapazität 1,1 Millionen BPD. Die Reserven des Ölfeldes werden auf 17 Milliarden Barrel geschätzt.

BP und CNPC wollen die Ölförderung in einem 20-Jahresvertrag auf 2,85 Millionen Barrel pro Tag erhöhen.

Dem Vertrag zufolge erhält BP einen 38 Prozentanteil an Rumaila, CNPC hat einen Anteil von 37 Prozent. Der Rest geht an die staatliche irakische Oil Marketing Organization.

Der Vertrag für Rumaila hat zum Ziel, ausländisches Kapital für die Grundinstandsetzung der veralteten Förderanlagen und -methoden bereitzustellen.

Analysten zufolge ist die Expansion in Übersee eine logische Folge Chinas steigender Ölimporte. Nach einem aktuellen Bericht der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften werden im Jahr 2020 mehr als 60 Prozent von Chinas Ölkonsum von Ölimporten abgedeckt.

Die Kooperation ist gut für heimische Ölunternehmen, das diese für die Risikominimierung internationale Partner brauchen", sagte Lin Boqiang, Direktor des China Energy Economic Research Center der Universität Xiamen. "Heimische Ölunternehmen beschleunigen ihre Expansion in Übersee, doch sie haben vergleichsweise wenig Erfahrung mit dem internationalen operativen Geschäft."

Es werde zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten in der weiteren Erschließung des Ölfeldes geben, sagte Lin. Das Wichtigste bei dem Abkommens sei gewesen, Teilhaber zu sein und internationale Erfahrung zu gewinnen.

Quelle: China Daily

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