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20. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Abkommen zwischen China National Petroleum, BP und Irak besiegelt

Die irakische Regierung hat einem Vertrag mit einem britisch-chinesischen Konsortium für die Erschließung eines wertvollen Ölfeldes im Südirak zugestimmt. Dies ist eine bedeutende Entwicklung für das Land, das trotz seines großen Reichtums an Bodenschätzen um die Anwerbung ausländischer Investoren kämpfen musste.

Eine Raffinerie im südrumailischen Ölfeld in Basra, 420 Kilometer südöstlich von Bagdad.

Das Abkommen war das einzige Ergebnis einer sonst enttäuschenden Ausschreibung im Juni, die Erschließungsrechte für sechs irakische Öl- und zwei Gasfelder anbot.

Es war für den Irak der erste Ausschreibungsprozess dieser Art seit drei Jahrzehnten. Viele ausländische Firmen empfanden die von der Regierung vorgeschlagenen Preise als zu niedrig angesichts der anhaltenden Gewalt und der Streitigkeiten über die Kontrolle von Bodenschätzen im Irak.

Seit einigen Jahren hofft der Irak jedoch, sich mit einem erhöhten Einkommen aus Ölverkäufen von Kriegsjahren und Sanktionen zu erholen. Zu Wochenbeginn hatten drei internationale Konsortien zugestimmt, den von der irakischen Regierung gesetzten Preis für die Erschließung von Ölfeldern zu akzeptieren.

Nach Angaben eines Regierungssprechers stimmte das irakische Kabinett am späten Freitagabend außerdem einem Gemeinschaftsangebot der britischen BP und der chinesischen China National Petroleum Corp (CNPC) für die Entwicklung des Ölfeldes Rumalia nahe der südirakischen Stadt Basra zu. Das Gebiet verfügt über Reserven von 17,8 Milliarden Barrel Öl. Weitere Informationen zum Abkommen gab der Sprecher nicht bekannt.

Dem Vertrag zufolge erhält BP einen 38 Prozent Anteil an Rumaila und CNPC 37 Prozent. Der Rest geht an die staatliche irakische Oil Marketing Organization.

"Das Abkommen ist sehr aussichtsreich für den Irak", sagte Samuel Ciszuk, Energieanalyst von IHS Global Insight in London. "Das riesige Wachstum, das das Projekt in einer relativ kurzen Zeit bringen könnte, ist für das Land von großer Bedeutung."

Irak besitzt die weltweit drittgrößten bekannten Ölreserven. Das Land erzielt den Großteil seines Einkommens aus Rohstoffexporten. Allerdings liegt seine derzeitige tägliche Fördermenge von 2,4 Millionen Barrel Öl weit unter seinem Potential.

Iraks Ölindustrie wurde durch die vergangenen Kriegsjahre, Sanktionen und Sabotageakte von Aufständischen nach der von den USA angeführten Invasion im Jahr 2003 stark behindert.

Quelle: Shanghai Daily

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