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| 23. 10. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Huang Guangyu, einst reichster Mann Chinas und Großindustrieller für Heimelektrogeräte, wird vermutlich wegen Insiderhandels zur Rechenschaft gezogen. Auf Insiderhandel steht eine maximale Haftstrafe von zehn Jahren.

Huang (40), früherer Vorsitzender der chinesischen Gome Electrical Appliances Holdings, wurde am 24. November 2008 unter Verdacht der Manipulierung des Aktienhandels von zwei börsennotierten Unternehmen, Sanlian Commercial und Beijing Centergate Technologies, festgenommen.
Die Beijinger Staatsanwaltschaft gab Huangs Fall zwei Mal mit der Bitte um weitere Untersuchungen an die Polizei zurück, berichtete die Legal Evening News am vergangenen Dienstag.
Beim ersten Mal fragten die Strafverfolger nach weiteren "konkreteren Tatbeständen des Insiderhandels."
Der Fall wurde aufgrund "unzureichender Beweislage" ein zweites Mal zurückgeschickt.
Sollte die übergeordnete Staatsanwaltschaft nicht eine längere Untersuchungszeit genehmigen, wird Huang innerhalb von 1,5 Monaten unter Anklage gestellt, zitierte die Zeitung mehrere Quellen.
Insiderhandel liegt vor, wenn unter Verwendung oder Weitergabe vertraulicher, nicht-öffentlicher Informationen illegale Gewinne im Aktien- oder Wertpapierhandel erzielt werden.
Mit diesem Wissen kann jemand Aktien kaufen oder verkaufen, bevor Neuigkeiten über das Unternehmen dessen Preis beeinflussen.
Eine Einzelperson kann eine Höchststrafe von 10 Jahren Haft erhalten.
Eine Person, die als rechtmäßiger Vertreter eines Unternehmens agiert, erhält im Höchstfall eine 5-jährige Haftstrafe.
Huangs Anwälte forderten, dass Huang als ein rechtmäßiger Vertreter der Gome Gruppe behandelt wird.
Huang, der Gome Electrical Appliances gegründet hatte, ist heute Milliardär. Im vergangenen Jahr nahm er den ersten Platz der Hurun Liste der Reichen ein, ein Ranking der 1000 reichsten Unternehmer in China.
Nach seiner Festnahme im vergangenen Jahr verlor die Aktie von Gome, dessen größter Teilhaber er ist, an Wert und sein Privatvermögen schrumpfte.
Das höchste Gericht in Hongkong verlängerte eine Anordnung, 214 Millionen US-Dollar (143 Millionen Euro) von Huangs Vermögen einzufrieren. Huang rutschte auf der diesjährigen Hurun Liste der Reichen, die am vergangenen Dienstag veröffentlicht wurde, auf Platz 17 ab.
Quelle: China Daily
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