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30. 10. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China steht vor weiteren Handelsstreitigkeiten

Wachsende globale Handelsstreitigkeiten und der Kohlendioxidzoll, der von einigen entwickelten Ländern derzeit in Betracht gezogen wird, sind die Herausforderungen, denen sich China in seiner künftigen Wirtschaftsentwicklung stellen muss, sagte ein Stellvertreter des Handelsministers an Mittwoch in Shanghai.

Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union wollen einen Zoll auf Importe aus Ländern erheben, in denen das Vorgehen gegen die Emissionen von Treibhausgasen nicht den globalen Emissionsreduktionszielen entspricht. Dieser "Kohlendioxidzoll" könne jedoch auch als Waffe zur Handelsbeschränkung genutzt werden und sei de facto Protektionismus unter dem Deckmantel des Umweltschutzes, hieß es aus dem Handelsministerium.

"Der wachsende Handelsprotektionismus ist ein ernsthaftes Problem für Chinas zukünftige Entwicklung", sagte der stellvertretende Handelsminister Fang Aiqing auf dem 6. Forum über Internationale Wettbewerbsfähigkeit von Chinas Industrie.

Seiner Meinung nach sind wachsende Handelsstreitigkeiten über Dumping und Subventionsvorwürfe sowie der sogenannte "Kohlendioxidzoll" Beispiele für steigenden Protektionismus während der globalen Wirtschaftskrise.

In den ersten acht Monaten dieses Jahres haben 17 Länder im Handel mit China insgesamt 79 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Zahl der Ermittlungen stieg seit dem Vorjahr um 16,2 Prozent, das betroffene Handelsvolumen hat sich mit 10 Milliarden US-Dollar (6,7 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt.

Chinas Wirtschaft hat den Abschwung dank eines zeitgerechten Einsatzes von Stimulierungsprogrammen der Regierung beendet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal um 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im zweiten Quartal lag das Wachstum noch bei 7,9 Prozent, im ersten Quartal bei 6,1 Prozent.

Die langfristige Entwicklung der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft hängt immer noch von der Erholung der globalen Nachfrage ab und davon, ob China seine Wirtschaftsstrukturen anpassen kann, sagte Fang.

"Die Lösung für all diese Probleme ist, die Wettbewerbsfähigkeit der chinesischen Industrie zu stärken und den Wandel zu einer wissens- und technologiebasierten Wirtschaft voranzutreiben", sagte Fang.

Quelle: Shanghai Daily

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