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| 03. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Der chinesische Stahlkonzern Baosteel wird einen Teil eines australischen Bergbauunternehmens kaufen dürfen.
Nach einer zweimonatigen Wartezeit erhielt Baosteel, Chinas größter Stahlproduzent, eine Genehmigung von der australischen Auslandinvestitionsbehörde, um 180 Millionen Euro zum Kauf von 15 Prozent der Aktien von Aquila Ressources Ltd zu investieren. Den Geschäftsbedingungen zufolge wird Baosteels Vizepräsident Dai Zhihao einen Sitz im Aufsichtsrat von Aquila erhalten. Aquila, eine Bergbauunternehmung aus Perth, produziert Eisenerz, Kohle und Mangan. Der Kauf des Unternehmens ist ein Meilenstein in Baosteels Internationalisierungsstrategie. Das Kaufgebot wurde das erste Mal am 27. August dieses Jahres veröffentlicht. In einem Vorvertrag unterschrieb Baosteel, 43,95 Millionen Aktien im Wert von 180 Millionen Euro zu kaufen und so den zweitgrößten Aktionär des Unternehmens zu werden.
Falls die Akquisition gelingt, wäre dies ein Gewinn für beide Seiten, da Baosteel direkt oder indirekt in die Entwicklung von Projekten des australischen Unternehmens investieren könnte, während Aquila zugriff auf billige Finanzdienstleistungen von chinesischen Banken hätte. Die beiden Parteien haben sich auch zur strategischen Zusammenarbeit entschieden, um den Weg zu weiteren Energieprojekten zu ebenen. Experten sind der Ansicht, dass chinesische Stahlwalzwerke Interesse an ausländischen Unternehmungen bekunden, damit China mehr Macht bei den Verhandlungen um Eisenerz erhält. Doch da bis jetzt erst wenige Akquisitionen erfolgreich waren, ist es unwahrscheinlich, dass die Dominanz von Rio Tinto, BHP Billiton und Vale in nächster Zeit gebrochen werden kann.
Quelle: german.china.org.cn
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