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05. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Irak unterzeichnet Öldeal mit BP und CNPC

Die britische Erdölgesellschaft BP sowie die staatliche chinesische Ölgesellschaft CNPC werden das Rumaila-Feld im Irak entwickeln.

Irak unterzeichnete am Dienstag einen großen Ölvertrag mit der britischen BP und Chinas Nationaler Ölgesellschaft (CNPC) zur Ausbeutung des Rumaila Ölfeldes im Süden des Landes. Der irakische Ölminister Hussein Al-Shahristani unterzeichnete den Vertrag über 50 Milliarden US-Dollar (30 Milliarden Euro) zusammen mit Vertretern der britischen und der chinesischen Unternehmung in einer Zeremonie, welche im Bagdader al-Rasheed Hotel nahe der stark bewachten Green Zone abgehalten wurde. Am 30. Juni offerierte der Irak im Rahmen seiner seit Jahrzehnten ersten Ölfeldauktion acht seiner Öl- und Gasfelder an ausländische Unternehmungen. Es konnte jedoch nur ein Geschäft mit BP und CNPC zur Entwicklung des riesigen Rumaila-Feldes abgeschlossen werden, da die anderen Ölgesellschaften sich nicht mit den strikten Bedingungen des irakischen Ölministeriums arrangieren wollten.

Dem Leistungsvertrag zufolge werden sich BP und CNPC die Ölproduktion nicht teilen, sondern nur eine gewisse Summe für eine Überproduktion an Öl erhalten. Zudem ist die Vermarktung Sache der irakischen Staatsölvermarktungsorganisation (SOMO). Im Rumaila-Feld Projekt hält BP einen Anteil von 38 Prozent und CNPC einen von 37 Prozent, SOMO gehören 25 Prozent. Das Konsortium soll die derzeitige Produktion während der nächsten sechs Jahre von etwa einer Million Barrel pro Tag auf 2,8 Millionen Barrel pro Tag erhöhen. Sharistani verkündete in einer Rede, dass derartige Verträge ein "neues Zeitalter" der irakischen Ölproduktion einläuten würden und betonte, dass sein Ministerium daran arbeite, die großen internationalen Ölunternehmen in den Irak zu holen um die Ölproduktion zu fördern.

"Wir sind glücklich, die Möglichkeit zu haben, dem Irak beim Wiederaufbau seiner Wirtschaft nach Jahren des Krieges und der Sanktionen zu helfen. Die Investitionen in Rumaila helfen dem Irak, seine Ambitionen zu erreichen, wieder zu einem Schwergewicht auf den globalen Ölmärkten zu werden. Zudem fördern sie die Ausbildung und Entwicklungsmöglichkeiten der vielen Tausend irakischen Arbeiter in Rumaila", so BP-Chef Tony Hayward. Jiang Jiemin, Präsident der CNPC, meinte: "CNPC ist ein verantwortungsbewusstes Unternehmen. BP hat sehr viel Know-how. Die Südölgesellschaft besitzt gute lokale Bedingungen. Wir drei kamen überein, die Vertragsbedingungen vor dem vorgeschlagenen Datum zu erfüllen versuchen. Wir werden uns im gesamten Rumaila-Projekt auch verstärkt um den Umweltschutz und die lokale Bevölkerung kümmern." CNPC habe bereits eine gute Performance im al-Ahdab Ölfeldprojekt in der irakischen Wasit Provinz gezeigt, wo die tägliche Produktion bis 2011 40.000 Barrels betragen wird. Das Unternehmen würde "ein gutes Beispiel für den Wiederaufbau des Iraks" abgeben, da es seine Produktionsziele vor dem Vertragszeitpunkt zu erfüllen versuche.

Assem Jihad, Pressesprecher des irakischen Ölministeriums, sagte Xinhua, dass der Irak die globale Erfahrung mit Hightech nutzen wolle. Er fügte hinzu: "BP und CNPC sind für ihre internationalen Projekte bekannt. Wir brauchen mehr Erfahrung zur Entwicklung einer Ölindustrie, was Jahrzehnte lang ignoriert worden war." Rumaila, wo geschätzt 17 Milliarden Barrel Erdöl lagern, ist das Zugpferd des irakischen Ölsektors und produziert mehr als die Hälfte der täglichen Produktion von etwa 2,5 Millionen Barrel.

Quelle: Xinhua

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