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| 13. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Da die China Eximbank viel Geld für staatliche Aufbauprojekte ausgeben musste, fehlen dem Institut nun die Mittel für eine Sanierung aus eigener Kraft. Die Regierung hilft.
Die China Eximbank, eine staatseigene Finanzinstitution, könnte bereits im Januar eine Kapitalerhöhung von der Regierung erhalten. Dies soll dem Unternehmen helfen, seinen lange überfälligen Restrukturierungsprozess durchzuführen, wie ein Insider am Mittwoch sagte. Nur die China Central Huijin Investment Corporation, ein Tochterunternehmen des chinesischen Nationalfonds CIC, wird als einzige Entität Kapital in die Bank einbringen, wie ein Informant aus dem CIC, der nicht genannt werden will, im Interview mit China Daily verkündete. "Ein Restrukturierungsplan für die Bank wurde an den Staatsrat zur Überprüfung eingereicht, obwohl die Höhe des Kapitalzuschusses noch nicht entschieden ist", erklärte der Informant. Das staatliche Traditionsunternehmen, welches schon seit 2007 auf dem Restrukturierungsradar erscheint, braucht Regierungshilfe. Es muss sich aus einem Durcheinander von Krediten, welche an unverzinsende Regierungsprojekte vergeben worden waren, befreien.

Ein anderer Informant aus dem Finanzministerium, welcher auch nicht genannt werden möchte, sagte, die Bank werde nicht privatisiert und bleibe für die Entwicklung des Außenhandels verantwortlich. Dies bedeute das Offerieren günstiger finanzieller Vorzüge, auch nach der Restrukturierung. "Die Bank wird weiterhin als Geldverleiher der Regierung fungieren, doch sie wird auch Geschäftskredite an private Unternehmen erteilen dürfen, um den Umsatz steigern zu können", so der Informant. Die Restrukturierung ist jedoch ganz anders als der Reformationspfad, den die China Entwicklungsbank, ein weiteres Finanzinstitut dass die Infrastrukturprojekte des Landes finanziert, letztes Jahr eingeschlagen hatte. Damals wollte die Regierung im Originalentwurf der Reform die Entwicklungsbank in eine reine Geschäftsbank umwandeln. Der Vorstoß wurde jedoch durch die Finanzkrise gebremst. Die China Eximbank wies per Ende 2008 eine Bilanzsumme von 566,7 Milliarden Yuan (56 Milliarden Euro) aus sowie einen Gewinn von 199,6 Millionen Yuan (20 Millionen Euro), wie der Jahresbericht des vergangenen Jahres zeigte. In früheren Berichten wurde gesagt, dass Central Huijin ganze 8 Milliarden Euro in Obligationen ausgeben werde, um die China Eximbank und die China Export- und Kreditversicherung zu refinanzieren. Die beiden Banken würden so insgesamt 8 Milliarden Euro, respektive 3 Milliarden Euro von Huijin erhalten, wie Bloomberg gestern berichtete.
"Es ist sehr ungewöhnlich, dass Huijin Obligationen ausgibt, um Kapitalzuschüsse von Banken zu finanzieren. Normalerweise vergibt das Unternehmen Geld, welches es von der nationalen Fremdwährungsverwaltung erhält, an Banken", erklärte der CIC Informant und fügte hinzu, dass er sich über die Obligationenausgabe nicht sicher sei. Die Regierung gab etwa 450 Milliarden Euro aus, um große staatliche Finanzfirmen wie die Industrial and Commercial Bank of China und Bank of China zu renovieren. Nach der Fertigstellung des Restrukturierungsprozesses der China Eximbank könnte die Regierung die Reform der Agricultural Development Bank in Angriff nehmen.
Quelle: China Daily
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