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17. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Joint Venture zur Förderung von Flugzeugteilen

Die Volksrepublik möchte ein eigenes Großraumflugzeug auf den Markt bringen. Dazu sollen neue Partnerschaften zwischen chinesischen und ausländischen Unternehmen geformt werden.

Ein großes, zu gleichen Teilen von China und den USA aufgezogenes Joint Venture soll in China hergestellte Teile für kommerzielle Flugzeuge entwickeln und verkaufen, wie vorgestern bekannt gegeben wurde. Das Projekt zwischen der China Aviation Industrie Corporation AVIC, einem Herstellerkonglomerat und dem US-Amerikanischen Unternehmen General Electrics wird Mitte nächstes Jahr den Betrieb aufnehmen. Die Arbeit des neuen Unternehmens soll sich Anfangs auf das Luftfahrtselektroniksystem des C919 konzentrieren, dem ersten chinesischen Flugzeug mit einem Gang, welches mit den gut verkauften Boeing B737 und Airbus A320 konkurrieren soll. Das Gemeinschaftsunternehmen soll in China ansässig sein, sich jedoch auf die amerikanischen und globalen Märkte konzentrieren, so das vorgestern von den Unternehmen unterschriebene Rahmenabkommen. Es wurden noch keine finanziellen Details veröffentlicht.

"Das Gemeinschaftsunternehmen ist ein strategischer Schritt, um AVIC mehr in die globale Flugzeugindustrie zu involvieren", erklärte Lin Zuomin, Präsident von AVIC. Das Projekt werde dem Konglomerat auch erlauben, seine diversifizierten Interessen zu rationalisieren und sich auf sein Kerngeschäft, den Flugzeugbau, zu konzentrieren. AVIC hat mehr als 200 Tochterunternehmen in ganz China und kaufte sich letzte Wochen 23 Prozent der Chang’an Automobil Gruppe durch eine Weitergabe seines Automobilteils an das Unternehmen. "Das Gemeinschaftsunternehmen wird etwa 200 neue Stellen in den USA schaffen und die bilaterale industrielle Kooperation mit China vertiefen", erklärte Lorraine Bolsinger, Präsidentin und CEO der General Electrics Flugelektronikabteilung. Commercial Aviation in Shanghai stellt die Teile und Komponenten für den C919 Flieger zu Verfügung, welcher 2014 das erste Mal abheben und 2016 den Flugbetrieb aufnehmen soll. "Ausländische Lieferanten werden dazu ermutigt, Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Herstellern aufzubauen, und sie werden bei der Auftragsvergabe bevorzugt", erklärte Wu Guanghui, Chefentwickler des C919 Programms und Vizegeneralmanager der Commercial Aviation Corporation. Die ausländischen Lieferanten wetteifern derweil um einen Teil der Möglichkeiten, die durch das Projekt entstehen.

CFM International, ein Joint Venture zwischen General Electrics und der französischen Safran SA, bot für den Bau der Triebwerke des C919 und konkurriert damit mit Pratt & Whitney und der Goodrich Corporation. Bis Ende dieses Jahres solle bekannt gegeben werden, wer den Vertrag erhält, so Wu. General Electrics ist der einzige Triebwerkshersteller für den ARJ21, einem chinesischen 90 Platz Flugzeug, welches nächstes Jahr in den regulären Betrieb gehen soll. Goodrich und Xi’an Flugzeuge International, ein Teil von AVIC, unterzeichneten im August ein Abkommen zum Erstellen zweier Gemeinschaftsunternehmen, welche das Fahrwerk und Kabinenteile des C919 Projekts herstellen sollen.

China wird in den nächsten 20 Jahren Studien zufolge 3770 neue Flugzeuge im Wert von 300 Milliarden Euro benötigen und wird der größte Passagierflugzeugmarkt der Welt außerhalb der USA bleiben, wie ein im September von Boeing veröffentlichter Bericht zeigte. Flugzeuge mit einem Gang werden 70 Prozent der Neukäufe ausmachen, angetrieben vom schnell wachsenden chinesischen Inlandflugmarkt, so der Report.

Quelle: China Daily

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