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18. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Eisenerz: Chinas Hersteller unterzeichnet langfristigen Liefervertrag mit Venezuela

Chinesische Stahlhersteller versuchen sich durch Verträge mit kleineren Eisenerzlieferanten eine bessere Verhandlungsposition zu sichern, nachdem die Verhandlungen mit den drei Größten für dieses Jahr geplatzt sind.

   
 Wuhan Eisen & Stahl Gruppe  


Chinas drittgrößter Stahlhersteller, die Wuhan Eisen & Stahl Gruppe, verkündete vorgestern, einen langfristigen Liefervertrag mit der venezuelerischen Corporacion Venetolana de Guayana CVG unterschrieben zu haben. Dies soll dem Unternehmen helfen, seine Rohmaterialquellen zu diversifizieren. Wuhan Eisen wird das Eisenerz über einen anderen Preisbestimmungsmechanismus als der der drei größten Versorger kaufen, wie die Hubeier Unternehmung vorgestern auf ihrer Website bekannt gab. "Dies ist der erste Vertrag der in Kraft tritt, welcher einen separaten Preisbestimmungsmechanismus nutzt. Dies zeigt, dass die chinesischen Eisenerzkaufpreise nicht durch die drei größten Produzenten bestimmt werden", stand in dem Bericht, ohne dass auf den Preisbestimmungsmechanismus näher eingegangen worden wäre.

CVG ist der einzige Eisenerzproduzent in Venezuela und besitzt derzeit eine Produktionskapazität von 23 Millionen Tonnen. Venezuela besitzt nachgewiesene Eisenerzreserven von 4,18 Milliarden Tonnen, insgesamt dürften in dem Land 14,7 Milliarden Tonnen lagern, wie in dem Bericht geschrieben wurde. Analysten zufolge folge das Geschäft der Strategie der chinesischen Stahlproduzenten, ihre Eisenerzquellen zu diversifizieren. "Mit mehr solchen Geschäften erhöhen die chinesischen Produzenten ihre Verhandlungsmacht bei den Verhandlungen mit den drei weltgrößten Produzenten", erklärte Xu Xiangchun, Exekutivdirektor der lokalen Beratungsfirma Mysteel. Es sei für die lokalen Unternehmungen einfacher, mit den kleinen Produzenten über Preise zu verhandeln, sagte Xu. Er fügte hinzu, dass solche Versorgungsverträge auch die Abhängigkeit der einheimischen Unternehmen von den drei größten Produzenten reduzierten.

Keine Einigung. Die chinesischen Stahlproduzenten konnten sich dieses Jahr nicht mit den Eisenerzproduzenten Rio Tinto, BHP Billiton und Cia Vale do Rio Doce einigen. Die drei weltgrößten Eisenerzproduzenten kontrollieren dreiviertel des internationalen Eisenerzhandels auf See. Die japanischen und südkoreanischen Stahlproduzenten konnten einen 33-prozentigen Rabatt für Eisenerz mit den Produzenten aushandeln. Analysten zufolge werden die Preise im Jahre 2010 um 14 Prozent auf den zweihöchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen steigen. Wuhan wollte zuvor einen Teil der brasilianischen Bergbaugesellschaft MMX Mineracao e Metalicos SA kaufen und dort ein eigenes Stahlwerk bauen. Potentielle Geschäfte wurden in einem Vorvertrag von Wuhan Stahl, MMX und LLX Logistica SA konkretisiert. MMX und LLX, welche beide vom brasilianischen Milliardären Eike Batista kontrolliert werden, möchten Aktiva verkaufen.

 

Quelle: China Daily

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