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18. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

China will Yuan-Wechselkurs stabil halten

Das chinesische Handelsministerium hat vor kurzem Aufforderungen zurückgewiesen, die nationale Währung aufzuwerten. Es sei unfair, den Yuan für das weltweite Handelsungleichgewicht verantwortlich zu machen.

"Der Yuan ist nicht entscheidend für die Erholung der Weltwirtschaft. Es ist unfair, ein Land zur Währungsaufwertung herauszugreifen, während der US-Dollar zur gleichen Zeit an Wert verliert", sagte Yao Jian, ein Sprecher des Ministeriums vorgestern in Beijing. Die chinesische Währung habe sich stabilisiert und trage ihren Teil zur Erholung der Weltwirtschaft bei.

Der Yuan steht seit Mitte des Jahres 2008 stabil bei 6,83 gegenüber dem US-Dollar. Wirtschaftsanalysten haben die Situation ein "erneutes Einfrieren des Wechselkurses" genannt, nachdem China im Juli 2005 erklärt hatte, dass es den festen Wechselkurs zum Dollar zu lösen und stattdessen den Yuan an einen Durchschnitt verschiedener Währungen koppeln wolle.

Druck des IWF zur Aufwertung des Yuan

Kürzlich gab es leichte Zeichen einer Aufwertung. Vorestern lag der Yuan bei 6,827 US-Dollar. Der jüngste Aufruf für eine Aufwertung des Yuan kam vorgestern von Dominique Strass-Kahn, Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).

Die Aufwertung des Yuan sei Teil von Reformen, die China durchsetzen müsse, sagte er. Doch er lobte auch Chinas Rolle im Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise. Der IWF erwartet, dass Chinas Wirtschaft dieses Jahr um 8,5 Prozent und nächstes Jahr um 9 Prozent wächst.

Es gäbe keinen Grund, China und andere ostasiatische Länder nur als Exportnationen zu betrachten, und es sei unfair, weltweite Ungleichgewichte auf Chinas Exporte in die Welt zurückzuführen, sagte Yao.

China führte auch während der weltweiten Finanzkrise große Warenmengen aus den USA ein. Der Wechselkurs des Yuan habe wenig mit Chinas Handelsüberschuss zu tun, sagte Yao. China verlege seine Wachstumsbestrebungen derzeit vom Export auf den heimischen Konsum, der mittlerweile mehr als die Hälfte zu Chinas Wirtschaft beitrage.

"Wir müssen ein stabiles und berechenbares Umfeld für unsere Unternehmen schaffen. Dazu gehört auch eine volkswirtschaftliche Politik und Währungspolitik".

Nichts desto trotz äußerten Volkswirte die Erwartung, dass der Yuan nächstes Jahr, wenn Chinas Exporte sich stabilisiert und die weltweite Wirtschaft sich erholt haben, schneller an Wert gewinnen werde.

Quelle: Shanghai Daily

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