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24. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Goldnachfrage fiel im dritten Quartal um 34 Prozent

Die Nachfrage nach Gold fiel im dritten Quartal um 34 Prozent – die Preise stiegen jedoch weiter.

Die Goldnachfrage ist im dritten Quartal dieses Jahres um 34 Prozent gefallen. Die hohen Preise haben die Investitionszuflüsse gehemmt und für einen Rückgang der Schmucknachfrage in Schlüsselmärkte wie Indien und dem Nahen Osten geführt, wie ein Bericht des Weltgoldrates WGC vom Donnerstag zeigt. Doch Spekulationen in Gold-Futures und Erwartungen für mehr staatliche Goldbarrenkäufe halten die Preise auf ihrem Niveau. Dies obwohl es an physikalischer Nachfrage mangle, so die Forschungsdirektorin des WGC, Rozanna Wozniak: "Während der meisten Zeit des letzten Jahres wurde Gold in physischer Form gekauft. (Jetzt) scheint der Preis mehr Finanzmarktgetrieben zu sein, von manchen dieser weniger durchsichtigen Instrumente wie Derivaten, Futures und Handel außerhalb der Börse. Die Gründe sind die guten Nachrichten der Zentralbanken sowie der Fall des US-Dollars. Dies sagt auch etwas über die potentielle zukünftige Nachfrage aus."

Zentralbankkäufe. Anfang November trieb der Kauf von 200 Tonnen Gold durch die indische Zentralbank den Goldpreis weiter nach oben. Am Mittwoch erreichten die Preise einen Rekord von 1150 US-Dollar pro Unze (750 Euro pro Unze), obwohl die eigentliche Nachfrage tiefer ist. Die Schmucknachfrage in Indien ging um 42 Prozent auf 111,6 Tonnen im dritten Quartal im vergleich zum Vorjahr zurück, obwohl sie sich bereits zuvor in diesem Jahr auf einem sehr tiefen Level bewegte. Im Nahen Osten ging die Schmucknachfrage um 34 Prozent auf 69 Tonnen zurück. In der Region China, welche aus dem chinesischen Festland, Hongkong, Macao und Taiwan besteht, stieg die Goldnachfrage hingegen um 10 Prozent auf 128,6 Tonnen an, die Schmucknachfrage stieg um 7 Prozent. "Der chinesische Markt war lange Zeit reguliert, daher sind die chinesischen Konsumenten noch immer am Goldsammeln", erklärte Wozniak. Die Nachfrage nach Gold als Investition ging ebenfalls von dem hohen Niveau im dritten Quartal des Jahres 2008 zurück. Detailinvestitionen in Produkte wie Münzen und Barren gingen im vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zurück.

Das Goldangebot ging im dritten Quartal um 5 Prozent zurück, verkündete der WGC. Die Produktion in den Minen stieg zwar an, doch die Zentralbanken, welche im Quartal als Nettokäufer auftraten, und die Produzenten schmälerten das Goldangebot. Die Zentralbanken kauften im dritten Quartal zusammen 15 Tonnen Gold und traten somit das zweite Quartal in Folge als Nettokäufer auf. Im dritten Quartal des letzten Jahres verkauften sie 13 Tonnen Gold. Das Angebot von wiederverwendetem Gold im Mark stieg um 31 Prozent auf 283 Tonnen, war aber noch immer signifikant tiefer als die 569 Tonnen im ersten Quartal des Jahres 2009, als die Preise über 1000 Dollar pro Unze gestiegen stiegen waren. "Goldschrott kommt zyklisch, und es scheint, dass es für die nächste Welle noch einen höheren Preis brauchen würde", erklärte Wozniak.

 

Quelle: Global Times

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