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| 27. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesischen Unternehmen werden langsam Klimaschutzbewusster und nehmen den Klimawandel vermehrt wahr. Dies zeigte ein Report des Kohlestoff Transparenzprojektes CDP.
Chinas börsennotierte Unternehmen nehmen den Klimawandel stärker wahr und sehen die Chancen und Risiken, die er ihnen bietet, wie im am Mittwoch veröffentlichten China Report 2009 des Kohlenstoff Transparenzprojekt (CDP) berichtet wurde. Das Projekt wurde in Großbritannien im Jahre 2000 gestartet und repräsentiert 475 institutionelle Investoren. Es ist der erste globale, unabhängige, standardisierte Mechanismus für Unternehmen, um über ihren Treibhausgasausstoß und ihre Klimarisiken Auskunft zugeben. Der CDP China Report 2009 war der Zweite seiner Art; der Erste wurde im Jahre 2008 veröffentlicht. In ihm wurden die 100 am Marktwert gemessen größten Unternehmen der Volksrepublik zu ihrem Verständnis und ihrer Strategie bezüglich dem Klimawandel befragt. Dieses Jahr beantworteten elf von ihnen den Fragebogen, doppelt so viele wie letztes Jahr, und weitere 18 Unternehmen stellten Informationen bereit. Insgesamt habe sich dem Bericht zufolge die Informationsqualität verbessert, was zeige, dass sich die börsennotierten Unternehmen mehr um den Klimawandel sorgen und eine emissionsarme Strategie fahren. Verglichen mit der Antwortrate von 82 Prozent beim CDP Global 500 Report ist die Antwortrate der chinesischen börsennotierten Unternehmen aber noch immer sehr tief.
Chancen und Risiken. Die meisten Teilnehmer sagten, dass der Klimawandel sowohl gesetzliche wie auch physikalische Risiken berge. Acht Teilnehmer wiesen auf gesetzliche Chancen hin, wie den Handel mit Emissionsrechten und den klimafreundlichen Finanzprodukten. Vier Teilnehmer erwähnten weitere Chancen, darunter umweltfreundliche Produkte oder Kreditdienstleistungen, die ihnen dabei helfen, das Image einer "grünen Firma" in den Auge der Konsumenten aufzubauen. Mit Blick auf das Energiesparen und die Emissionsreduktion gaben mehr Unternehmen an, mehr konkrete Maßnahmen ins Auge zu fassen, als auf Grund des politischen Drucks oder von Gesetzeswegen nötig. Sie beginnen, diese Aktivitäten in ihren Geschäftsprozess zu integrieren und wirtschaftlichen Profit durch technologische und organisatorische Innovation zu erzielen, so der Report. Die meisten börsennotierten Unternehmungen hätten aber noch kein effektives Datensammlungssystem. Nur fünf Teilnehmer gaben die Prozesse und Methoden an, mit welchen sie ihre Emissionsdaten gesammelt hatten. Weitere sieben von ihnen gaben an, dass sie konkrete Emissionsreduktionspläne hätten und fünf sagten, sie hätten Emissionsziele. "Nur wenige Unternehmungen haben echte Emissionsreduktionspläne und –ziele festgelegt. Die Kohlendioxiddatensammlung und –verwaltung ist eines der größten Herausforderungen auf Chinas Weg zu einer effizienten Wirtschaft", so der Report.
Der Report zeigte auch, dass verschiedene Industriesektoren unterschiedlich antworteten. Die Branchen Telekommunikation, IT und Finanz hatten den höchsten Teilnehmeranteil, gefolgt von Gas- und Ölunternehmen, dem Bau- und dem Rohstoffgewerbe. Die tiefste Teilnehmerrate hatte der Getränke- und Nahrungsmittelsektor. "Da es immer mehr gesetzliche Maßnahmen gibt, müssen die Investoren über die Kohlenstoffdioxiddaten eines Unternehmens informiert werden. Nur so können sie mehr über die Glaubwürdigkeit und den Einfluss, die den Klimawandel auf die potentiellen Investitionen haben wird, erfahren", erklärte Joanna Lee, Pressesprecherin des CDP, an der Veröffnungszeremonie des Reports. Guo Peiyuan, Geschäftsführer des Beratungsunternehmen Syntao, dass sich auf soziale Investitionen in China spezialisiert hat und an den CDP China Reports mitarbeitete, meinte: "CDP stellt den chinesischen Unternehmungen eine Möglichkeit zu Verfügung, den Klimawandel in ihre strategischen Überlegungen zu involvieren. Das Projekt gibt zudem den chinesischen Investoren durch seine riesige CO2-Datenbank nützliche Informationen für ihre Auslandinvestitionen."
Quelle: german.china.org.cn
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