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| 30. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Trotz steigender Goldpreise ist langfristig nicht mit einer höheren Goldproduktion zu rechnen – die weltweiten Goldvorkommen sind langsam erschöpft.
Die Goldproduktion werde Bergbauunternehmungen zufolge weiterhin rückläufig sein, trotz der kurzfristigen Zunahme im Jahre 2009 und steigenden Preisen, da die Vorkommen erschöpft sind und nur wenige Neuentdeckungen gemacht würden. In Sachen Produktion "ist 2009 ein statistischer Ausreißer", erklärte Omar Jabara, Pressesprecher der amerikanischen Newmont Mining, des zweitgrößten Goldproduzenten der Welt. Der Pressesprecher des weltweit größten Produzenten Barrick Gold, Vincent Brog, meinte: "Alles in allem ist es eine Tatsache, dass die Goldproduktion der Minen seit 2001 rückläufig ist und von etwa 85 Millionen Unzen auf 75 Millionen fiel. Langfristig ist von einem Rückgang von einer Million Unzen pro Jahr zu rechnen, und wir denken, dass dieser Trend trotz höherer Goldpreise anhalten wird."
Reserven erschöpft. Fast überall seien die Goldreserven nahezu erschöpft und es werden nicht schnell genug neue Reserven entdeckt, um die Rückgänge wettzumachen, so der Experte. Südafrika, einst Weltspitze in der Goldproduktion, vermeldete einen Rückgang von 9,3 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode, wie seine Bergbaukammer berichtete. "Weltweit gesehen sind die Reserven einfach nicht mehr vorhanden", erklärte Tonya Todd, Pressesprecherin der Goldcorp, Kanadas zweitgrößten Goldbaugesellschaft. Borg fügte hinzu: "Es ist nicht wie eine Wasserleitung, die man einfach öffnen kann und alles sofort fließt." Barrick und Newmont erwarten aber eine Erhöhung ihrer Produktion bis nächstes Jahr um 7 Prozent, respektive 5 bis 10 Prozent; doch langfristig sehen auch sie einen Abwärtstrend. Die globale Goldminenproduktion soll 2009 um 3,7 Prozent auf 2500 Tonnen steigen, was aber nur zweidrittel der Nachfrage zu befriedigen vermöge, so der Weltgoldrat.
Gold als sicherer Hafen. Während der Finanzkrise kauften Banken viel Gold, um ihre Goldreserven gegen die US-Dollarschwäche zu schützen. Wegen der Unsicherheiten auf den Aktienmärkten investieren aber auch Investoren und Hedge-Fonds in Gold, was die Nachfrage nach dem Edelmetall weiter antreibt. Nachdem der Goldpreis bereits letztes Jahr von Rekord zu Rekord jagte, schaffte das Edelmetall am Mittwoch eine neue Rekordmarke von 1180 US-Dollar pro Unze bei Handel am Londoner Goldbarrenmarkt auf Grund eines weiteren Dollarrückgangs. Dieser machte das Edelmetall den Händlern zufolge billiger für Käufer, die stärkere Währungen verwenden. In China stieg die Shandong Goldbau Aktie um das Tageslimit von 10 Prozent auf 84,39 Yuan, während der Shanghai Composite Index bloß um 2,07 Prozent angestiegen war.
Quelle: Global Times
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