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20. 01. 2010 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Jim Rogers: Chinas Wirtschaft steht kein Kollaps bevor

Er widerspricht Aussagen, dass die Zinsraten tief bleiben müssten, um einer Deflation vorzubeugen und sagte, dass die Zentralbanken die Raten erhöhen müssten, um ihre Volkswirtschaften unter Kontrolle zu halten. "Die Regierungen rund um die Welt verschulden sich mehr und mehr und das muss bezahlt werden. Jemand muss höhere Zinsen bezahlen. Die Zinsraten stiegen bereits gewissermaßen an. Der Markt für die langfristigen US-Staatsanleihen hat bereits seinen Tiefststand hinter sich gelassen. Die US-Regierung versucht, die Zins- und Hypothekarraten tief zu halten, aber es gibt nur wenig, was sie tun kann."

Rohstoffe als Königsweg. Rogers, der letztes Mal im Oktober 2008 in chinesische Anlagen investierte, gestand ein, dass er sich nicht sicher sei, ob die derzeitigen Anstiege der Aktienpreise in China und um die Welt wieder zurückschwappen könnten. "Wir sind einem bestimmten Hoch näher als jemals zuvor und wir brauchen eine weitere Korrektur. Aber werden wir sie bekommen? Ich weiß es nicht", erklärte er. Er würde weiter in Rohstoffe investieren, da die Nachfrage stark bliebe. "Meine Investitionen sind vor allem im Rohstoffbereich, da es dort Knappheit geben wird, wenn die Weltwirtschaft zulegt. Wenn sie sich nicht verbessert, sind Rohstoffe noch immer die beste Investition, da sie (die Regierungen) so viel Geld drucken", meinte er. Rogers neustes Buch: "A Gift to My Children: A Father’s Lessons for Life and Investing" bleibt optimistisch für die langfristige Entwicklung der chinesischen Wirtschaft.

Er glaubt, dass die Wirtschaftskrise dazu führen könnte, dass China die USA als wirtschaftliche Supermacht schneller überholt. "In den 1920er und 1930er Jahren gab es eine Gewichtsverlagerung von England in die USA, welche von den finanziellen Unruhen verstärkt worden war, und dasselbe geschieht jetzt. Wir sind in einem Prozess der Umschichtung der wirtschaftlichen Macht aus den USA nach Asien. Das ganze wird durch die finanzielle Situation verschärft", so Rogers. Er glaubt, dass wenn China wieder zur größten Volkswirtschaft der Welt wird, es etwas schaffen werde, dass keinem Land bisher gelang. "Großbritannien war einmal groß, Ägypten auch genauso wie Rom, aber China wäre es vier oder fünfmal gelungen. Nach 300 Jahren des Rückgangs scheint das 21. Jahrhundert für China zu einer goldenen Zeit zu werden."

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Quelle: China Daily

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