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| 26. 02. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Chinesen kauften auch im vierten Quartal des vergangenen Jahres gerne Gold. Sowohl der Preis des Metalls wie auch der Inflationsdruck spielten dabei eine Rolle.
Die Nachfrage in Chinas Detailhandel für Gold stieg im vierten Quartal trotz des sich abschwächenden Appetits nach dem Edelmetall in anderen Ländern an. Die Konsumentennachfrage lag 3 Prozent über dem Niveau von letztem Jahr auf 116,3 Tonnen im letzten Quartal des Jahres 2009 auf dem chinesischen Festland, Hongkong und Taiwan. Dies sagte der Weltgoldrat gestern und berief sich dabei auf Daten des Edelmetallberatungsunternehmens GFMS. Detailinvestitionen in Barren und Münzen stiegen 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Nachfrage nach Schmuck konstant blieb. Auf dem Festland alleine stiegen aber sowohl die Nachfrage nach Schmuck wie auch nach anderen Goldformen als Investition. "In China folgte die Goldnachfrage auch im vierten Quartal demselben Muster wie im Rest des Jahres 2009. Solide Gewinne auf dem Mainland, teilweise ausgelöst durch die schwächere Goldnachfrage in Hongkong und auf Taiwan", erklärte der Goldrat.
Steigende Nachfrage. Auf dem Festland stieg die Nachfrage nach Goldschmuck im Dezember stark an, da die Preise unter das Hoch von 1200 US-Dollar (860 Euro) pro Unze sanken. Die steigenden Preise bremsten die Goldverkäufe in der Eröffnungswoche des vierten Quartals. "Der Preisrückgang fiel genau auf die Frühlingsfestgeschenksaison. Weitere Unterstützung für die Schmucknachfrage ist auf Hochzeitskäufe zurückzuführen", erklärte der Weltgoldrat. Das Jahr des Tigers wird als "Witwenjahr" bezeichnet und bringe Unglück für die Heirat. Daher wollten sich viele Leute lieber im Dezember oder im Januar statt im neuen Jahr verheiraten. Die Detailinvestitionsnachfrage war aber im ganzen Jahr stark, da die Investoren sich das Edelmetall kauften, da dessen Preise stiegen und Inflation erwartet wurde. "Ich kaufte seit drei Jahren in Folge Gold und die Preise waren immer im Begriff zu steigen. Gold macht als alternative Investition Sinn", meinte Guo Ying, ein lokaler Detailgoldkäufer.
Die Verkaufszahlen im vierten Quartal hoben ebenfalls den Jahreskonsum an. So wuchs im Jahr 2009 die Konsumentennachfrage nach Gold in China um 7 Prozent auf 461,9 Tonnen. Die Nachfrage nach physischen Goldinvestitionsprodukten erlebte ein robustes Wachstum; sowohl Banken wie auch Barrenhändler berichteten über eine solide Nachfrage. China war das einzige nicht-westliche Land, dessen Investitionsnachfrage für Gold 2009 angestiegen war. Die Goldverkäufe werden in China voraussichtlich weiterhin stabil bleiben, da es keine starken Fluktuationen bei den Goldpreisen gäbe, wie der Weltgoldrat erklärte.
Quelle: Shanghai Daily
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