Home Aktuelles
Multimedia
Service
Themenarchiv
Community
Home>Wirtschaft Schriftgröße: klein mittel groß
15. 08. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Schweinepreise könnten steigen und Verbraucherpreisindex erhöhen

Schlagwörter: Verbraucherpreisindex Schweinepreise China Inflation

Die Preise für Schweinefleisch werden in China wahrscheinlich von September bis Jahresende ansteigen. Dies wird durch einen Anstieg der Getreidepreise aufgrund der Dürre in den USA ausgelöst. Letzten Endes wird dadurch laut führenden Landwirtschaftsexperten die Überversorgung mit Schweinen in China ein Ende nehmen.

Anfang nächsten Jahres könnten aber durch die doppelte Drucksituation Verluste auf die chinesischen Bauern zukommen.Es wird zum Schweinefleischmangel führen.

China ist der größte Fleischverbraucher der Welt und es wird erwartet, dass der Verbrauch von Schweinefleisch dieses Jahr auf 52 Millionen Tonnen ansteigt.

Den Daten des nationalen Statistikamtes am Donnerstag zufolge fielen die Preise für Schweinefleisch im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 18,7 Prozent. Dadurch konnte die Inflationsrate um 0,71 Prozentpunkte auf 1,8 Prozent gesenkt werden, während sie im Juni noch 2,2 Prozent betrug.

Aber Ma Chuang, der stellvertretende Generalsekretär der Chinesischen Vereinigung für Tierwissenschaften und Veterinärmedizin, sagte gegenüber China Daily, er erwarte von Ende August oder Anfang September an wieder steigende Preise für Schweinefleisch, da in den Folgemonaten der Konsum im Inland wieder steigen werde und die gegenwärtige Überversorgung des Marktes mit Tieren dann hinfällig sei.

Feng Yonghui, Chefanalyst von Soozhu.com, das sich auf einen Onlinedienst zur Beobachtung des Schweinemarktes spezialisiert hat, fügte hinzu, dass die andauernde Dürre in den USA - die schlimmste seit 50 Jahren - sehr wahrscheinlich die Schweinefleischpreise nach oben treiben werde, da sowohl die Maispreise als auch die Sojapreise, beides Grundfutter für Schweine, ein Preishoch erleben.

"Die Anstiege bei Mais und Sojabohnen haben die Futterpreise auf ein historisch hohes Niveau getrieben und könnten die Verluste für chinesische Schweinebauern verschlimmern," sagte Feng.

"Aber die Preiszuwächse für Schweinefleisch fallen in den kommenden Monaten wahrscheinlich relativ moderat aus, weil im Moment noch eine ausreichend große Schweinepopulation vorhanden ist." Ma erklärte darüber hinaus, chinesische Schweinebauern hätten berichtet, der Verbrauch von Schweinefleisch hätte durch die schwächelnde Konjunktur über die letzten vier Monate hinweg abgenommen. Aber durch die Überversorgung sollte der Preisanstieg bis Jahresende relativ flach ausfallen.

Er sagt allerdings für das Jahr 2013 ein weitaus höheres Wachstum der Preise für Schweinefleisch voraus, als für den Rest dieses Jahres, das die " Verbraucherpreise sicher beeinflussen werde."

Obwohl Schweinefleisch nur 3 Prozent des Gesamtwarenkorbes ausmacht, der zur Errechnung der Inflation benutzt wird, können extreme Schwankungen der Schweinepreise die Inflation stark beeinflussen, so dass der Index zur Errechnung der Verbraucherpreise manchmal auch als "chinesischer Schweineindex" bezeichnet wird.

"Es würde mich überhaupt nicht überraschen, wenn in den nächsten zwei Monaten eine Deflation im Lebensmittelbereich zu beobachten wäre. Die Preise für Gemüse und Schweinefleisch fallen weiter und drücken den Verbraucherindex für Lebensmittel ins Minus. Für die zweite Jahreshälfte 2012 sagen wir bei Lebensmitteln eine Deflation von 1 bis 3 Prozent voraus." In der ersten Hälfte des Jahres 2013 soll der Verbraucherindex für Lebensmittel einen Aufwärtstrend erleben und was für das dritte Quartal 2013 sogar eine Inflation von mehr als 10 Prozent bedeuten könnte. Das ist laut Ma dann aber schon die größte denkbare Inflation.

Quelle: german.china.org.cn

Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur

Kommentar schreiben
Kommentar
Ihr Name
Kommentare
Keine Kommentare.
mehr