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24. 08. 2012 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Exportkontingente für Seltene Erden erleben nur geringe Veränderungen

Schlagwörter: Seltene Erden Exportkontingent Handelsministerium Beschränkung

China hat die diesjährigen Exportbeschränkungen für Seltene Erden im Vergleich zu 2011 nur geringfügig verändert. Dies soll dabei helfen, Angebot und Nachfrage auf dem internationalen Markt stabil zu halten.

Eine Pressemitteilung des Handelsministeriums besagte, dass die zweite Reihe von Kontingenten für den Export von Seltenen Erden in diesem Jahr bei 9770 Tonnen zu liegen kommen wird. Damit steigt die Gesamtmenge der Seltenen Erden, die exportiert werden dürfen, auf 30.996 Tonnen, was 2,7 Prozent mehr ist als im Vorjahr. Die Exporte setzen sich zusammen aus 8537 Tonnen Leichte Erden sowie 1233 Tonnen Mittlere und Schwere Erden.

24 qualifizierte Firmen dürfen Seltene Erden exportieren. Das mit 2469 Tonnen Leichte Erden und 196 Tonnen mittlere und schwere Erden größte Kontingent hat Chinas bedeutendster Produzent erhalten: die Baotou Steel Rare-Earth Hi-tech Co. Die Aluminum Corp of China darf 181 Tonnen Leichte Erden und 55 Tonnen Schwere Erden exportieren, während das Limit für China Minmetals Corp bei 423 beziehungsweise 152 Tonnen liegt. Die Privatfirma Xi'an Xijun New Materials Co Ltd befindet sich zum ersten Mal auf der Liste.

Das System mit den Beschränkungen wird von Branchenkennern kontrovers diskutiert, da die tatsächlichen Exporte niedriger sind und deswegen einen Teil des Kontingents verschwendet wird. Die Exporte der seltenen Ressource sind zurückgegangen, seit Beschränkungen und Zölle eingeführt wurden. 2011 lagen die registrierten Ausfuhren bei 18.600 Tonnen, was nur gerade 61 Prozent des Exportkontingents ausmacht. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres fiel der Export um weitere 36,7 Prozent auf 21,729 Tonnen, wie das Statistische Informationszentrum des Chinesischen Zollamts mitteilte. Insbesondere die weitverbreiteten Schmuggelaktivitäten gelten als ein wichtiger Grund für den Rückgang der Exporte, sagte Ma Rongzhang, Sekretär des Industrieverbands Seltene Erden China. Ebenfalls hätten die schleppende Nachfrage auf Grund steigender Preise und die ausreichenden Lagerbestände ausländischer Abnehmer ihren Einfluss gehabt.

China hat die Förderung und den Export von Seltenen Erden eingeschränkt, um die Ressource und die Umwelt zu schützen. Doch Japan, der weltgrößte Importeur, die USA und die Europäische Union beschwerten sich im März vor der Welthandelsorganisation WTO über die Einschränkungen. Zu den Seltenen Erden zählen 17 chemisch ähnliche Elemente, die in Waren wie Flachbildschirmen, Magneten und Hybridfahrzeugen Anwendung finden.

Medienberichte deuteten an, dass Behörden und Experten darüber diskutieren, das gegenwärtige Kontingent- und Zollsystem wieder abzuschaffen. Auf Grund der Ausfuhrzölle ist die Nutzung von Seltenen Erden für Firmen außerhalb China rund 20 Prozent teurer, sagte Chen Zhanheng, Vize-Generalsekretär des Industrieverbands Seltene Erde Chinas. Obwohl es nicht wahrscheinlich sei, dass das System in der näheren Zukunft ganz abgeschafft wird, könnten die Zölle und Mengenbeschränkungen dennoch aufgehoben werden, sobald andere Regeln eingeführt werden, die sicherstellen, dass der Markt nicht beeinträchtigt wird.

Quelle: german.china.org.cn

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