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China will weiterhin energiesparendes Bauen fördern

german.china.org.cn          Datum: 28. 02. 2008

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Die Fördermaßnahmen der chinesischen Regierung für umweltfreundliche Bauprojekte, vornehmlich für Bauprojekte, bei denen regenerierbare Energien eingesetzt werden, haben sich ausgezahlt. Dadurch könne wertvolle Energie eingespart werden, sagte der stellvertretende chinesische Bauminister Qiu Baoxing am Dienstag. China wolle auch in Zukunft bei Bauprojekten verstärkt darauf achten, dass es sich um energiesparende und damit umweltfreundliche Konzepte handle. Dadurch wolle man den Einsatz erneuerbarer Energien weiter fördern. Vor allem bei großen öffentlichen Gebäuden solle auf Energiesparmaßnahmen und eine umweltfreundliche Energiebilanz Wert gelegt werden.

Die Bauindustrie ist einer der größten Industriezweige in China. In den vergangenen Jahren erlebte die Baubranche ein rasantes Wachstum. Pro Jahr entstehen in China auf einer Fläche von zwei Milliarden Quadratkilometern neue Gebäude. Damit befindet sich die Hälfte der weltweiten Bauflächen in China. Eine nachhaltige Bauweise kommt bei diesem Ausmaß an Bauvorhaben nicht nur der Lebensqualität der Bevölkerung zugute, sondern entspricht auch der Strategie der chinesischen Regierung zur Energie- und Ressourceneinsparung. Selbstverständlich ist dies ein wichtiges Element im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel.

Qiu Baoxing erklärte, im vergangenen Jahr seien in China für Neubauten überarbeitete Energiesparstandards eingeführt worden. Inzwischen habe man bei bereits bestehenden Gebäuden in den Gebieten Nordchinas, in denen die Gebäude mit Heizungen ausgestattet sind, mit der Messung des Wärmeverlusts begonnen. Im Falle von zu großen Wärmeverlusten seien die Gebäude unter modernen Energiespargesichtspunkten umgerüstet worden. Bei Neubauten seien im großen Stile regenerierbarer Energie genutzt worden. Dadurch konnte man sehr viel wertvolle Energie einsparen. Qiu Baoxing erläuterte Aspekte des Einsatzes von erneuerbaren Energien:

"Im Jahr 2007 hat die chinesische Zentralregierung mehr als 700 Millionen Yuan (65,2 Millionen Euro) bereitgestellt, um 212 Modellprojekte für den Einsatz erneuerbarer Energien umzusetzen. Die Projekte wurden in drei Stufen durchgeführt. Die Politik der Zentralregierung wurde auch von vielen Provinzen übernommen. Dazu wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, unter anderem die Ausarbeitung von konkreten Plänen, die Festlegung von Energiesparnormen, die Erforschung und Entwicklung von Energiespartechnologien und eine unterstützende Wirtschaftspolitik. Dadurch konnte der Einsatz erneuerbarer Energien in der Bauindustrie gefördert werden."

Ende vergangenen Jahres nutzten Gebäude mit einer Gesamtfläche von 700 Millionen Quadratmetern beispielsweise Solarenergie. Gebäude mit einer Gesamtfläche von 80 Millionen Quadratmetern verwendeten beispielsweise Erdwärme. Die Mehrzahl der Neubauten in den chinesischen Städten erfüllt die neuen Energiesparstandards.

Qiu Baoxing kündigte ferner weitere Maßnahmen zur Förderung des Energiesparens an. Man werde beispielsweise die Nutzung von Solarenergie und Erdwärme weiter fördern, außerdem wolle man die Forschung im Bereich der erneuerbaren Energien vorantreiben. Neben der Solarenergie solle auch nach weiteren Einsatzmöglichkeiten für Methangas und Biomasse im Energiebereich gesucht werden, das diene vor allem einer stabilen und umweltfreundlichen Energieversorgung auf dem Land. Gerade bei öffentlichen Gebäuden solle noch mehr auf die Energieeinsparung geachtet werden, es sollten Grenzwerte für den Energieverbrauch großer öffentlicher Gebäude festgelegt werden. Die Bauindustrie solle zudem mehr Verantwortung für die Errichtung von energiesparenden Gebäuden übernehmen. Dabei sollten die Kontrollen in diesem Bereich intensiviert werden.

Am ersten April tritt in China zudem ein neues Energiespargesetz in Kraft. In Kürze werden auch noch neue Energiesparrichtlinien für die Baubranche erlassen. Qiu betonte, die Normen müssten umgesetzt werden, die Baubranche werde dahingehend streng kontrolliert. Unternehmen und Institutionen, die die Standards nicht erfüllten, müssten mit empfindlichen Strafen rechnen, sagte Qiu.

Noch in diesem Jahr wird China mit der Erfassung der Energieeffizienz von Gebäuden beginnen. Dadurch kann sichergestellt werden, dass nur energieeffiziente Baupläne umgesetzt werden. Das wird erheblich zur Energieeinsparung in diesem Bereich beitragen. Dazu Qiu:

"Mit der Ermittlung der Energieeffizienz von Gebäuden hat die chinesische Regierung ein Bewertungskriterium geschafften, das die Zulassung von neuen Bauprojekten regeln kann. Nun müssen möglichst schnell die administrativen, aber auch die technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um die neuen Maßnahmen umsetzen zu können. China wird dadurch bei Neubauten viel Energie sparen können."

Qiu Baoxing sagte, Chinas Potential zur Energieeinsparung im Bauwesen sei sehr groß. China wolle hier in Zukunft verstärkt auf modernste ausländische Techniken und auf internationale Erfahrungen zurückgreifen. Daher sollten sowohl die Zusammenarbeit als auch der Austausch mit der Bauindustrie in anderen Staaten gefördert werden.

Quelle: CRI

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