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Bahnstrecke beeinflusst Migration von Antilopen nicht

german.china.org.cn          Datum: 09. 05. 2008

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Eine Tibetantilope überquert ein Baugelände während der Errichtung der Qinghai-Tibet-Bahnstrecke. [Archivfoto]

Die seltenen Tibetantilopen, auch Chiru genannt, die auf dem Qinghai-Tibet-Plateau leben, haben sich gut an die Hochgeschwindigkeitszüge gewöhnt, die gelegentlich über sie hinwegschnellen, so ein Zoologe.

"Der häufige Gebrauch der Unterführungen zeigt, dass die Migrationsgewohnheiten der Tiere nicht durch die Bahnstrecke gestört worden sind", erklärt Yang Qisen, der für die Beobachtung des Einflusses der Bahnstrecke auf die Tierwelt seit ihrer Eröffnung vor fünf Jahren zuständig ist, gegenüber China Daily.

Ein Bericht von Yang und seinem Team wurde letzten Monat im Wissenschaftsmagazin Nature veröffentlicht.

Yang, Forscher am Institut für Zoologie an der Chinesischen Akademie für Wissenschaften, erklärt, eine Untergruppe von 3.000 Chiru lebe hauptsächlich in der ostchinesischen Provinz Qinghai. Jedes Jahr im Juni wandern trächtige Weibchen und junge Mitglieder der Herde in das Gebiet Kekexili im Westen Qinghais und im Nordosten Tibets, um ihre Jungen zu bekommen.

Die Tiere machen sich im August auf den Weg zurück, d.h. sie unterqueren die Bahnstrecke zweimal pro Jahr, erklärt er.

In den letzten fünf Jahren haben Yang und sein Team zwischen Juni und September die Bahnstrecke beobachtet, um deren Einfluss auf die dortige Tierwelt festzustellen. Sie haben sich insbesondere auf die Migrationsmuster der Chiru konzentriert.

Im Jahr 2004 haben 96 Prozent der migrierenden Antilopen die Unterführungen benutzt. Nach 2005 stieg die Zahl auf 98 Prozent, so Yang.

Xia Lin, die den Bericht mit verfasst hat, erklärt: "Die Antilopen scheinen sich an die Bahnstrecke gewöhnt zu haben."

Doch Schlüsse sollten nicht über Nacht gezogen werden und die Situation erfordere weitere Beobachtungen, meint sie.

"Wir können nicht sagen, dass die Bahnstrecke keinen Einfluss auf die Umwelt genommen hat, doch der Einfluss scheint klein zu sein", sagt sie.

Die Situation war anders während der Errichtung der Bahnstrecke, erzählt Yang.

Im Jahr 2003, dem Jahr, in dem die Arbeiten begannen, sind 75 Prozent der Antilopen nicht migriert. Sie haben nahe des Baugeländes im Osten Qinghais gestoppt und ihre Jungen dort bekommen, erklärt er.

Vor der Errichtung der Bahnstrecke führten Yang und sein Team eine Beurteilung über den Einfluss auf die Umwelt durch und entwarfen die erste Unterführung.

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Quelle: China Daily

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