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| german.china.org.cn Datum: 13. 05. 2008 |
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Die Zahl der Opfer ist laut neuesten Angaben auf 11.921 gestiegen. Noch immer sind aber weite Teile der Katastrophengebiets von der Außenwelt abgeschnitten.
In der Stadt Mianzhu sind laut Behördenangaben rund 1500 Menschen umgekommen. Rund 5500 Menschen stecken noch in den Trümmern der zusammengestürzten Häusern. Die etwa 20.000 Menschen, die in drei benachbarten Bergdörfern leben, seien nicht erreichbar, wie Jiang Gouhua, ein hoher Regierungsbeamte in der Stadt erklärte.
Die Stadtverwaltung habe am Dienstagmorgen vier Notteams in diese Dörfer geschickt. "Sie werden hoffentlich dabei helfen, die soziale Ruhe wieder herzustellen. Außerdem sollen sie die Stellen auswählen, wo Hilfsgüter abgeworfen werden können", sagte Jiang. Wegen Erdrutschen dürften diese Dörfer noch für eine längere Zeit von der Außenwelt abgeschnitten bleiben. Fast 3000 Polizisten und Soldaten sind inzwischen in Mianzhu angekommen.
Zheng Zemin, stellvertretender Generalsekretär des Mianzhuer Komitees der Kommunistischen Partei Chinas sagte, dass die Stadt verzweifelt Trinkwasser, Essen, Medizin, Zelte und professionelle Helfer brauche. "Wir haben kaum mehr Wasser und Lebensmittel", sagte er. "Die Wasserversorgung der Stadt ist fast zusammengebrochen und das Grundwasser der Gemeinde ist verseucht."
Auch andere Kleinstädte in der Region sind betroffen. In Shifang, wo das Beben einen Chemieunfall auslöste, kamen rund 600 Menschen ums Leben. Es wird geschätzt, dass noch etwa 2300 Menschen unter Trümmern begraben liegen, darunter rund 900 Schulkinder.
Unter den Opfern sind auch Touristen. Eine britische Touristengruppe galt im Landkreis Wenchuan, wo das Epizentrum lag, als vermisst. Die rund 15 Briten dürften das berühmte Pandareservat Wolong besucht haben, sagte ein Behördensprecher laut Nachrichtenagentur Xinhua. In Maoxian begrub ein Erdrutsch einen Reisebus und tötete 37 Insassen. Mehr als 2000 Touristen steckten in der Präfektur Aba fest. Wie viele Ausländer betroffen waren, ist noch unklar. Zwar sind aus den beiden betroffenen Touristenregionen Jiuzhaigou und Huanglong keine Opfer gemeldet worden, doch mit dem Pandareservat Wolong konnte noch immer kein Kontakt aufgenommen werden.
Das Beben hat ebenfalls die wichtige alte Stadt Langzhong zerstört, wo ein rund 400 Jahre alter und 32 Meter hoher Turm umfiel. "Ich spürte die Erde zittern, dann gab es im Turm einen langen Riss und nach weniger als zwei Minuten stürzte der Turm ein", sagte Li Huiqiong, ein Angestellter an der Touristenattraktion.
Auch andere Provinzen sind betroffen. In Shaanxi wurden 92 Tote und 718 Verletzte gemeldet. 17427 Häuser sind eingestürzt. In mehren Bezirken fiel die Stromversorgung aus. Bis Dienstagmorgen konnte die Stromversorgung allerdings wieder hergestellt werden. In Gansu kamen 189 Menschen ums Leben. 877 Menschen wurden verletzt und 32 000 Menschen mussten evakuiert werden. Am schwersten war die Stadt Longnan betroffen, die etwa 240 Kilometer nordöstlich des Epizentrums liegt. Alleine dort fanden 159 den Tod. 4200 Häuser sind eingestürzt. Die Provinzregierung hat zur Nothilfe Zelte in die betroffenen Gegenden geschickt.
Ein schweres Erdbeben mit der Stärke 7,8 nach der Richter-Skala hatte den Wenchuan-Kreis in der südwestchinesischen Provinz Sichuan am frühen Montagnachmittag um 2.28 Uhr erschüttert, wie das Staatliche Seismologische Büro mitteilte. Das Epizentrum des Bebens lag auf dem 31. nördlichen Grad und auf dem 103,4 Grad östlicher Länge, heißt es in der Mitteilung weiter.
Das Beben war bis nach Beijing spürbar. Bis Dienstagmorgen acht Uhr wurden 18 Nachbeben gemessen. Darunter zwei mit einer Stärke von 6 und 16 mit einer Stärke von 5. Laut Angaben des Seismologischen Büros in Beijing sei es nicht wahrscheinlich, dass es in China in der nächsten Zukunft ähnlich starke Erdbeben geben werde.
Quelle: Xinhua
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