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Soldaten eilen in die Berge, um Tibeter zu retten

german.china.org.cn          Datum: 20. 05. 2008

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Die tibetische Gemeinde Si'er im Kreis Pingwu liegt weit oben in den Bergen auf mehr als 4000 Metern über dem Meeresspiegel. Es ist der höchste und abgelegenste Ort im Katastrophegebiet. Der Weg dorthin ist besonders schlecht.

Nach dem Erdbeben sind dort sämtliche Häuser eingestürzt. Über 300 Tibeter wurden dadurch im Gebirge eingeschlossen. Sie hatten fünf Tage lang kein Getreide, kein Wasser und keine Medizin mehr. Die mehr als zehn Schwerverletzten mussten sofort behandelt werden, da sie sonst bald sterben werden. Die Lage war also sehr dramatisch.

Da das Gelände für Hubschrauber nur schwer zugänglich ist und eine Landung gefährlich gewesen wäre, in der Fußweg die einzige Möglichkeit, in das abgelegene Gebiet zu gelangen. Am 17. Mai um 8 Uhr bekam deshalb eine Gruppe von 81 Soldaten der Chinesischen Volksbefreiungsarmee die Aufgabe, die Tibeter zu retten. Unverzüglich machten sie sich mit je einem 40 Kilogramm Tornistern voller Medizin und Lebensmittel auf den Weg zur Gemeinde der tibetischen Nationalität.

In dem Eilmarsch hat die Truppe mehr als zehn gefährliche Situationen wie Bergrutsch und Schlammstrom erlebt. Nach 33 Stunden und 120 Kilometer kamen sie am 18. Mai um 16.30 Uhr in die tibetische Gemeinde Si'er an. 22 Stunden früher als vorgesehen.

Die Soldaten haben sich ihre Füße kaputt gerieben und die Socken sind von Blut feucht geworden. Ihre Hände und Arme haben sie sich an Dornensträuchern zerkratzt. Mit einfachem Verbandszeugs begannen sie die Katastrophengeschädigten zu versorgen. Sie organisierten die Evakuation der Unverletzten und begleiteten auch zwölf 80-Jährige, 15 fünfjährige Kinder ins Tal. 16 Schwerverletzte wurden auf Bahren getragen.

Auf dem Bergweg mit einer Steigung von 50 Grad trugen sie die Alten und die Kinder. Auf Händen und Füssen gingen sie hinunter. Drei Stunden später haben sie die 16 Schwerverletzten und die 312 tibetischen Dorfbewohner in das sichere Gebiet gebracht. Endlich konnten sie die Verletzten behandeln und für die Tibeter Zelte aufgeschlagen. Die schwerverletzten Tibeter schweben nun nicht mehr in Lebensgefahr.

Quelle: Xinhua

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