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| german.china.org.cn Datum: 01. 07. 2008 |
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Der Sekretär des Provinzkomitees der Kommunistischen Partei (KP) Chinas der südwestchinesischen Provinz Guizhou hat betont, dass die soziale Stabilität wichtig sei. Zuvor hatte die Polizei angekündigt, dass sie die Nachforschungen über einen Todesfall einer Schülerin wieder aufnehmen wolle, der am Wochenende zu gewaltsamen Protesten geführt hat.
Shi Zongyuan, der Provinzleiter der Partei, reiste in den Kreis Weng'an, um sich persönlich den Unruhen zu widmen. Er hat am Montag die lokalen Behörden aufgefordert, die Situation sauber aufzuarbeiten. Er sagte: "Wir müssen die Wahrung der sozialen Harmonie und Stabilität zu oberst auf unsere Agenda setzen."
Die Zwischenfälle begannen aus einem einfach Grund, aber wurden von wenigen Leuten für ihre schlechten Absichten missbraucht, sagte der hohe Beamte. Auch haben daran Banditen teilgenommen. Shi forderte daher strenge Strafen für die Drahtzieher der Unruhen, jedoch nur Verwarnungen für die Mitläufer.
Die Polizei hatte als Ursache für den Tod der 17-jährigen Li Shufen Selbstmord durch Ertrinken angegeben. Doch dieser Befund hat die Bewohner des Kreises, in dem die Tote gelebt hat, erzürnt. Diese glauben nämlich, dass das Mädchen von drei Männern vergewaltigt und getötet wurde, die Beziehungen mit der Lokalregierung und Polizeibeamten haben.
Li war eine Schülerin an der dritten Mittelschule in Weng'an. Ihr Leichnam wurde am 22. Juni in einem Fluss in dem Landkreis gefunden. Die Polizei hat nun zehn Kriminalpolizisten und forensische Experten aufgeboten, um ihren Tod aufzuklären.
Mehr als 30.000 Menschen haben am Wochenende an den Protesten teilgenommen und dabei Fahrzeuge und Büros abgefackelt. So wurde etwa ein Teil des Gebäudes des Komitees der KP Chinas des Kreises und 20 Polizeiwagen angezündet. Neben 30 Protestierenden wurden bei den Zusammenstößen auch 20 Polizisten verletzt.
Polizeikreise haben der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erzählt, dass viele der Protestierenden keine Ahnung über die genauen Hintergründe von dem Tod des Mädchens hatten. Das Sicherheitsbüro des Bezirks hat über den Rundfunk die Aufforderung ausgestrahlt, die Ordnung beizubehalten und hat überdies verlangt, dass sich die Schuldigen stellen.
Quelle: Xinhua
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