| Home | Aktuelles |
Multimedia |
Service |
Themenarchiv |
Community |
| Home>China | Schriftgröße: klein mittel groß |
| 03. 11. 2008 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Zum ersten Mal werden chinesische Krankenhäuser wegen illegalem Organhandel bestraft. Damit setzt die chinesische Regierung die neuen Regeln im Umgang mit menschlichen Organen durch. Dies ist auch ein Zeichen gegen den Organtourismus.
Drei chinesische Krankenhäuser wurden bestraft, weil sie illegalen Organhandel betrieben haben, gab der chinesische Vize-Gesundheitsminister Huang Jiefu bekannt. Laut Berichten der Zeitung Ta Kung Pao dürfen die Institutionen in Beijing, Tianjin und dem Uigurischen Autonomen Gebiet Xinjiang, deren Namen nicht öffentlich bekannt gegeben wurden, zur Strafe ein Jahr lang keine Organtransplantationen mehr durchführen. Zudem würden sowohl die medizinischen Einrichtungen als auch die durchführenden Chirurgen ihre Lizenz für Organtransplantationen verlieren, sollten sie erneut gegen die Gesetze verstoßen, sagte Huang bei einer Konferenz in Beijing.
Welche Vergehen genau zur Last gelegt werden, wurde nicht bekannt gegeben. Diese Krankenhäuser seien jedoch die ersten Einrichtungen, denen eine Strafe auferlegt werde. Erst im März 2007 waren von der chinesischen Regierung neue Bestimmungen im Umgang mit menschlichen Organen eingeführt wurden. Außerdem wurde im Juni des vergangenen Jahres eine Regelung zur Bevorzugeung chinesischer Patienten von den Behörden festgelegt.
Der Vize-Gesundheitsminister betonte, dass illegale Organtransplantate für Ausländer, insbesondere der sogenannte "Organ-Tourismus" hart bestraft werden sollen. Ein Artikel der medizinischen Zeitschrift The Lancet hatte zuvor in einem Artikel über Ausländer berichtet, die extra für die Operation nach China kämen. In China sei die Transplantation der lebensnotwendigen Organe billiger und schneller als in den Industrieländern.
Der Artikel gibt an, dass insgesamt 10.000 Lebern und Nieren verpflanzt wurden. Die genaue Anzahl der ausländischen Patienten darunter wurde nicht angegeben. In China sind 164 Organisationen berechtigt, Organe zu verpflanzen. Vor einem Jahr waren es noch 600, sagte Huang. Es wäre jedoch nicht nötig, weitere Lizenzen zu vergeben, da die Krankenhäuser derzeit schon unter Organmangel litten.
Von 1,5 Millionen Menschen, die ein neues Organ benötigen, hätte aufgrund der wenigen vorhandenen Organe nur 1 Prozent eine reale Chance auf eine Transplantation. Berichten von The Lancet zufolge werden nun auch vermehrt Organe von hingerichteten Strafgefangenen erhalten. Huang hoffe darauf, dass die chinesische Regierung innerhalb der nächsten fünf Jahre ein nationales Programm für Organtransplationen erstellen kann.
Quelle: China Daily
Druckversion | Artikel versenden | Kommentar | Leserbrief | zu Favoriten hinzufügen | Korrektur
| Kommentar schreiben |
| Kommentare |
|
Keine Kommentare.
|
| mehr |