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05. 12. 2008 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Shanghai erwägt Rauchverbot in öffentlichen Bereichen

Zur Minderung der Gefahren durch Rauchen und Passivrauchen plant die Stadt Shanghai die Einführung strengerer Gesetze zur Tabakkontrolle. Ein Rauchverbot wird an Arbeitsplätzen, in öffentlichen Bereichen und in öffentlichen Verkehrsmitteln erwogen.

Rauchen soll an sämtlichen Arbeitsplätzen und öffentlichen Plätzen nach den Anträgen verboten werden, die zurzeit von städtischen Behörden diskutiert werden, die für den Entwurf des ersten umfassenden Rauchverbots in Shanghai zuständig sind. Mindestens ein Verfechter des Rauchverbots hat sogar vorgeschlagen, dass Fußgänger auf öffentlichen Gehwegen den Glimmstengel ausdrücken sollten.

Die Ausweitung der möglichen Beschränkungen und der Zeitpunkt des Inkrafttretens waren vorgestern noch nicht bekannt. Mit der Angelegenheit betraute Personen konnten nur berichten, dass zurzeit vom Büro für legislative Angelegenheiten des Shanghaier Volkskongresses und vom Shanghaier Gesundheitsamt ein Gesetz zur Kontrolle des Rauchens diskutiert wird – und zwar bereits seit einiger Zeit.

"Um das Rauchen besser zu kontrollieren und die Gesundheit von Nichtrauchern zu schützen, werden örtliche Gesundheitsbehörden das Gesetz erlassen, das zurzeit in Bearbeitung ist", so Song Guofan, ein Beamter des Shanghaier Gesundheitsamtes, am Mittwoch. "Doch es ist schwer zu sagen, wann das Gesetz erlassen wird, da die Gesetzgebung ein komplizierter Prozess ist."

Die Stadt Shanghai begann in den 1990er Jahren, sich gegen eine Tabakkontrolle aufzulehnen, als die Vorschrift erlassen worden war, die das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schulen und Hallenstadien verbot. In der Vorschrift waren Restaurants und viele andere öffentliche Bereiche nicht eingeschlossen, und es gab keine konkreten Strafen, wodurch die Maßnahme weitgehend ineffektiv blieb.

Li Mingzhu vom Shanghaier Büro für Tabakkontrolle berichtete, ihre Organisation habe rund ein Jahr gebraucht, um mit Rauchen in Zusammenhang stehende Angelegenheiten unter der Leitung des Gesundheitsamtes zu untersuchen. "Unser Vorschlag, ein Rauchverbot in sämtlichen Arbeitsplätzen, öffentlichen Bereichen und öffentlichen Verkehrsmitteln zu erlassen, steht im Einklang mit den Rahmenvorschriften der Weltgesundheitsorganisation für Tabakkontrolle, die 2005 in Kraft getreten sind und auch von China unterzeichnet worden sind", erklärte sie. "Sie hat konkrete Maßnahmen zur Kontrolle erlassen, beispielsweise Gesundheitswarnungen auf Zigarettenpackungen, die Beschränkung von Zigarettenwerbung und den Schutz gegen die Risiken durch Passivrauchen."

Selbst ohne ein Gesetz versuchen Gegner des Rauchens die schlechte Angewohnheit durch Überzeugungskraft und Aufklärung auszumerzen. Während der Olympischen Spiele im Sommer in Beijing hat Shanghai versucht, die Fußgängerzone Nanjing Road in eine Nichtraucherzone zu verwandeln. "Freiwillige baten die Leute, nicht auf dieser Straße zu rauchen", sagte Li. "Alles verlief reibungslos, da viele Leute kooperativ waren. Aber ich glaube nicht, dass das bald nochmal passiert."

Für diejenigen, die das Rauchen aufhören möchten, gibt es ein Licht am Ende des Tunnels. Repräsentanten des Amtes für Tabakkontrolle unter dem Chinesischen Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention haben gestern eine Konferenz in Shanghai abgehalten, um Wege zu diskutieren, wie man Menschen helfen kann, mit dem Rauchen aufzuhören und wie man durch das Rauchen verursachte Krankheiten behandeln kann.

Quelle: Shanghai Daily

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