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| 03. 07. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die Polizei in Hebei untersucht einen Fall, bei dem ein Häftling von einem Mithäftling gefoltert worden sein soll. Er soll von ihm gezwungen worden sein, täglich 15 Liter Wasser zu trinken.
Die Polizei in der nordchinesischen Provinz Hebei untersucht einen Bericht, wonach ein Häftling ernste Verletzungen erlitten haben soll, nachdem er von einem Mithäftling gezwungen worden war, täglich 15 Liter Wasser zu trinken. In der gestrigen Yanzhao Metropolis Daily hieß es, der 27-jährige Qin Yingwei aus dem Kreis Zanhuang behaupte, dass die Strafvollzugsanstalt des Kreises ihre Amtspflicht verletzt habe. Qin war in der Anstalt wegen Verdachts auf versuchte Vergewaltigung in Haft gewesen. Doch Beamte der Strafvollzugsanstalt im Kreis Zanhuang wiesen den Vorwurf zurück und wies darauf hin, dass der Häftling bereits seit langem bei schlechter Gesundheit gewesen sei, heißt es in dem Zeitungsbericht.
Qin erklärt, er sei seit September 2006 in der Strafvollzugsanstalt inhaftiert gewesen, nachdem er wegen versuchter Vergewaltigung schuldig gesprochen worden war. Am 7. April 2008 wurde er jedoch für unschuldig befunden und entlassen. Während seiner Haft war er seinen Angaben zufolge von seinem Mithäftling, Yu Zhenrong, regelmäßig zu Poker-Spielen gezwungen worden. Er sei gezwungen worden, immer dann, wenn er ein Spiel verlor, Leitungswasser zu trinken. Er habe nahezu zwei Monate lang zwischen 10 und 15 Liter Wasser pro Tag trinken müssen.
Nach einiger Zeit habe er gesundheitliche Probleme bekommen, heißt es weiter in dem Bericht. Er habe Hautprobleme bekommen, sein Magen sei wie taub geworden und sein Körper angeschwollen. Später sei er auf beiden Augen blind geworden. Er wurde in ein Krankenhaus geschickt, wo ein Blutdruck von 210 zu 135 festgestellt wurde. Die Ärzte hätten erklärt, sein gefährlich hoher Blutdruck habe seine Blindheit verursacht. Er wurde über die folgenden neun Monate behandelt, doch die Ärzte sagten, er werde dauerhaft behindert bleiben. Die regelmäßig riesigen Mengen an Wasser hätten seine inneren Organe geschädigt, so Ärzte.
Qin erklärt, er habe sich nicht getraut, sich Yu zu widersetzen, da Yu gedroht habe, ihn zu schlagen. Yu hatte oft andere Mithäftlinge geschlagen. Qin fährt fort, er habe immer eine Fußfessel tragen müssen, selbst im Krankenhaus, doch Yu, der zum Tode verurteilt wurde, habe vor seinen Augen niemals eine Fußfessel tragen müssen. Yu war zum Tode verurteilt worden, weil er zwei Personen erstochen und mehrere Polizeibeamte mit Sprengstoff schwer verletzt hatte.
Beamte der Strafvollzugsanstalt wiesen Qin's Behauptungen zurück. Qin habe bereits lange an gesundheitlichen Problemen gelitten, bevor er ins Gefängnis kam, so ein Beamter namens Zhao. Die Polizei habe eine Entschädigung angeboten.
Quelle: Shanghai Daily
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