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03. 07. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Bauskandal in Henan: Villen statt Sozialwohnungen

Das Bauunternehmen eines vermutlich illegalen Hausbaus in Zentralchina gehört den Ehefrauen zweier lokaler Beamter. Das Bauprojekt hatte Bekanntheit erlangt, als ein Beamter ihn gegenüber Journalisten mit der Frage rechtfertigte: "Auf welcher Seite steht ihr eigentlich?"

Ein Journalist hatte Lu Jun, Vizedirektor des städtischen Planungsbüros in Zhengzhou, Hauptstadt der Provinz Henan, gefragt, warum eine Luxusvilla auf einem für den sozialen Wohnungsbau bestimmten Grundstück im Dorf Xingang, Zhengzhou, gebaut werde. Daraufhin entgegnete er: „Auf welcher Seite steht ihr eigentlich?“

Der Beamte fragte einen Journalisten von China National Radio: "Bist du für die Partei oder bist du für das Volk?

China National Radio hatte den Bauskandal aufgedeckt: Obwohl die Baugenehmigung den Bau von Sozialwohnungen für Niedrigverdienende vorsah, wurden 12 Villen und zwei weitere Gebäude gebaut. Die Antwort Lus sei schwer zu verstehen, kommentierte der Radiosender.

Das von Lu derart gerechtfertigte Projekt, wurde von der Tianrong Land Company betrieben, die den Ehefrauen zweier lokaler Beamter, Ma Xiaoxia und Shi Sufang, gehörten.

Ma besitzt 60 Prozent des Unternehmens und Shi den Rest. Mas Ehemann Li Yiping war vor Jahren ein Beamter der regionalen Baubehörde in Zhengzhou. Shis Ehemann Liang Jianmin ist, laut einer Veröffentlichung der wirtschaftlichen Regulierungsbehörde, Polizeibeamter im Bezirk des Bauprojekts.

Ma und Liang kauften Tianrong Land im Jahr 2005 für 10 Millionen Yuan (1,04 Millionen Euro).

Das Projekt wurde im August 2004 genehmigt, als Mas Ehemann noch in der Baubehörde arbeitete. Tianrong erwarb das Grundstück unentgeltlich von der Regierung Zhengzhous, da es für den sozialen Wohnungsbau bestimmt war. Das Unternehmen baute stattdessen Villen.

Liang übergab seine 40 Prozent Firmenanteile im Jahr 2007 an Shi.

Der eingetragene Firmensitz von Tianrong stellte sich als die Eigentumswohnung des stellvertretenden Bürgermeisters von Zhengzhou heraus.

Quelle: Shanghai Daily

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