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05. 11. 2009 Druckversion | Artikel versenden| Kontakt

Gehaltskürzungen und Kündigungen für viele Angestellte in Guangzhou

Auch in Guangzhou sind die Auswirkungen der Finanzkrise zu spüren. Über 83 Prozent der Teilnehmer an einer vor kurzem durchgeführten Umfrage gaben an, dass sie von der Finanzkrise betroffen seien.

Viele Angestellte in Guangzhou, der Provinzhauptstadt von Guangdong, müssen Gehaltskürzungen und Jobverluste hinnehmen, da sowohl der private wie auch der öffentliche Sektor aufgrund der Finanzkrise im Abschwung sind. Ganze 40 Prozent der staatlichen Betriebe in der florierenden Metropole in Südchina haben die Gehälter ihres Personals gekürzt oder planen, dies zu tun, belegt eine vor kurzem von einem Guangzhouer Forschungszentrum durchgeführte Umfrage.

Über 50 Prozent der privaten Unternehmen der Stadt haben in den vergangenen Monaten Personal abgebaut, belegt die Umfrage. Dagegen haben nur zehn Prozent der Partei- und Regierungsämter Personal entlassen oder Gehaltskürzungen vorgenommen. "Viele staatliche Betriebe sind dieses Jahr wegen der Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten", so ein Manager eines dortigen staatlichen Betriebs gestern.

Aufforderungen an das Personal, mehr Tage frei zu nehmen und Überstunden abzubauen beziehungsweise die Gehälter zu kürzen und Personal zu entlassen, all dies sind gängige Maßnahmen geworden, um gegen die Finanzkrise anzukämpfen, so der Manager, der anonym bleiben wollte. "Ich habe die Hoffnung, dass sich das Personal mit uns zusammentut, um die Schwierigkeiten zu überwinden", fährt er fort.

Über 83 Prozent der Kantonesen gaben an, dass ihr Leben in den vergangenen Monaten von der Finanzkrise betroffen worden sei, zeigte die Umfrage. Nur 16 Prozent der Befragten erklärten, ihr Leben sei trotz des Wirtschaftsabschwungs unverändert geblieben. Und über 78 Prozent der Befragten blicken einer Gehaltserhöhung 2010 nur vorsichtig optimistisch entgegen. Bei der Umfrage wurden 1.016 Bewohner der Guangzhouer Innenstadtbezirke Yuexiu, Liwan, Haizhu, Tianhe, Baiyun und Huangpu im September befragt.

Chen Zhaomin, Mitarbeiter eines Logistikunternehmens, erzählt, sein Monatsgehalt sei nicht gekürzt worden, aber sämtliche Vergütungen für Reisen, Telefonate und Freizeit seien entweder gestrichen oder stark reduziert worden. "Und ich habe dieses Jahr noch überhaupt keine Überstunden gemacht, weil mein Chef keine Überstunden bezahlen kann", so Chen gestern gegenüber China Daily. Chen schätzt, dass sein diesjähriges Einkommen um 20 Prozent geringer ausfällt als im Vorjahr.

Wang Cuihong, Buchhalterin bei einer privaten Firma, erklärt, seit Jahresbeginn müssten die Mitarbeiter ihrer Firma zusätzlich alle halbe Jahre 20 Tage frei nehmen. Gleichzeitig werde dem Personal während des Urlaubs nur 20 Prozent ihres Gehalts gezahlt, so Wang. Wegen der Gehaltskürzung hätten Wang und ihre Familie ihre Lebenshaltungskosten um mindestens zehn Prozent dieses Jahr reduziert, erzählt sie.

Quelle: China Daily

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