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| 06. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Chinas Gesundheitsministerium sagte am Mittwoch, sein Büro in Beijing sei angewiesen worden, mögliche illegale medizinische Praktiken zu ermitteln, die im Peking University's First Hospital zum Tode einer Professorin geführt haben könnten.
In einer Stellungnahme des Ministeriums hieß es, die Ministerien für Gesundheit und Erziehung hätten eine spezielle Rechtsvorschrift für Praktika von Medizinstudenten herausgegeben. Demnach sei es Medizinstudenten ausdrücklich untersagt, klinische Dienste an Patienten vorzunehmen, ohne dass sie dabei von einem qualifizierten Arzt kontrolliert würden. Außerdem versprach das Ministerium, so bald wie möglichd das Ermittlungsergebnis zu veröffentlichen.
Professorin Xiong Zhuowei von der Peking-Universitität war an Lungenversagen gestorben, nachdem sie sich am 31. Januar 2006 einer Rückenmarksoperation in dem Universitätskrankenhaus unterzogen hatte. Wang Jianguo, Xiongs Ehemann, der auch ein Professor an der Uni ist, brachte später das Krankenhaus wegen illegaler medizinischer Praktiken vor Gericht, nachdem er eine Reihe von Beweisen dafür gesammelt hatte, dass einige der bei der Operation anwesenden Personen Medizinstudenten gewesen seien.
Die Studenten hätten noch keine professionelle Qualifikation gehabt, als sie ihr Praktikum im Krankenhaus absolvierten, aber sie wären während Xiongs Operation anstelle von Doktoren mit der Beobachtung und Diagnose sowie der Rettungsmaßnahme beauftragt gewesen.
Der Beijing West District People's Court sprach in erster Instanz im Juli 2009 ein Urteil, das festlegte, dass Xiongs Tod ursächlich mit der medizinischen Praxis in dem Krankenhaus verknüpft sei. Das Krankenhaus soll Xiongs Familie entschädigen. Laut Chinas Gesetz über Lizenzierte Ärzte, ist es unqualifizierten Individuen, die kein Zertifikat für die medizinische Praxis haben, untersagt medizinische Tätigkeiten auszuführen. Das Krankenhaus hat Einspruch gegen das Urteil eingelegt, der Fall wird am nächsten Donnerstag vor dem Beijing Higher People's Court neu verhandelt.
Quelle: Xinhua
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