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| 26. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Vier Polizeibeamte sind am Dienstag von einem Gericht in Nordwestchina wegen des Todes eines 19-jährigen Häftlings zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie waren an der Folter des Häftlings zur Erpressung eines Geständnisses von ihm beteiligt.
Vier Polizeibeamte sind am Dienstag von einem Gericht in Nordwestchina wegen des Todes eines 19-jährigen in Haft befindlichen Schülers zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie seien an der Folter von Xu Gengrong, einem Gymnasiasten aus dem Kreis Danfeng in der Provinz Shaanxi, beteiligt gewesen, wodurch dieser am 8. März gestorben sei, so das Gericht. Xu hatte sich wegen Verdachts des Mordes an einer Schülerin in Haft befunden.

Yan Yaofeng (links), ehemaliger Leiter der Polizeibehörde, und Wang Qingbao, ehemaliger Disziplinarchef der Kreispolizeibehörde stehen vor Gericht
Yan Yaofeng, ehemaliger Leiter des Amts für Öffentliche Sicherheit im Kreis Danfeng, wurde wegen Machtmissbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt, heißt es auf der Webseite des Volksgerichts des Kreises Shangnan. Zhao Shuo, politischer Berater bei der Kriminalpolizei des Amtes, und Polizist Jia Yangang müssen zweieinhalb beziehungsweise eineinhalb Jahre wegen Erpressung eines Geständnisses durch Folter ins Gefängnis. Li Hongwei, Polizeibeamter beim Amt für Öffentliche Sicherheit der Stadt Shangluo, wurde wegen der Folter zu einem Jahr Haft mit einem Jahr Strafaufschub verurteilt, heißt es vom Gericht. Wang Qingbao, ehemaliger Disziplinarchef der Kreispolizeibehörde, wurde der Pflichtversäumnis beschuldigt, aber erhielt keine Haftstrafe.
Xu war im Krankenhaus gestorben, nachdem er plötzlich in der Haft krank geworden war. Die Polizei erklärte, Xu, der seit dem 28. Februar in Haft war, habe den Mord gestanden. Alle fünf Beamten waren nach Xu's Tod ihrer Ämter enthoben worden. Eine gerichtliche Untersuchung ergab, dass sie versucht hatten, Beweise zu vertuschen, bevor sie wegen Xu's Tod verhaftet wurden. Ein Konferenzprotokoll von Polizeibeamten des Kreises Danfeng über die Verhöre von Xu über den Mord von Peng Lina, 19, seine Mitschülerin und Ex-Freundin, sei manipuliert worden, so die Staatsanwaltschaft. Die Originalversion wurde aber während der gerichtlichen Untersuchung entdeckt.
Xu starb nach "acht Tagen ununterbrochenen Verhören", so Ji Junying, Chef der Kreisstaatsanwaltschaft. Xu war am 28. Februar als Hauptverdächtiger im Mordfall von Peng in Haft genommen worden, die am 10. Februar tot am Ufer eines Flusses aufgefunden worden war. Die Kreisregierung Denfeng hat Xu's Familie eine Entschädigung in Höhe von 120.000 Yuan, umgerechnet 11.700 Euro, gezahlt. Sieben Polizeibeamte waren anfangs wegen Xu's Tod verhaftet worden.
Quelle: Shanghai Daily
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