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| 27. 11. 2009 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Die chinesische Regierung setzt im Kampf gegen den Kinderhandel auf die Todesstrafe: Erneut wurden wegen der Entführung von Kindern und wegen des Handels mit Minderjährigen nun zwei Männer hingerichtet.

Hu Minghua (links) und Su Binde (rechts) werden wegen Kinderhandel hingerichtet.
Zwei Kindsentführer wurden am Donnestag in der zentralchinesischen Provinz Henan hingerichtet. Hu Minghua, 55 Jahre alt, hat neun Jungen im Alter von drei bis sechs Jahre entführt und für jeweils rund 12.000 Yuan (etwa 1200 Euro) verkauft. Su Binde, ein 27-jähriger Bauer, hat sechs Kinder entführt, davon einige Säuglinge, die jünger als fünf Monate sind. Er hat die Kinder für jeweils rund 20.000 Yuan (2000 Euro) verkauft. Mit diesen Hinrichtungen bekräftigte die chinesische Regierung die Haltung, Kinderentführungen und -handel streng zu bestrafen.
Wie der Sprecher des chinesischen Obersten Volksgerichts Wang Shaonan am Donnerstag in Beijing mitteilte, würde schwere Strafen über die Täter verhängt, die mit Absicht der Gewinnerzielung Kinder entführten. “ Und bei Entführern, die nach dem Gesetz die Todesstrafe verdienen, wird das Oberste Volksgericht die Hinrichtungen genehmigen”, sagte Wang Shaonan.
Kinderhandel ist in China eine traurige Realität: Tausende Kinder werden jedes Jahr von kriminellen Banden gekidnappt und anschließend verkauft. Von Januar bis Oktober dieses Jahres wurden landesweite 1107 Fälle untersucht, was im Vergleich zum selben Zeitraum des vergangenen Jahres eine Steigerung um 11,25 Prozent bedeutet.
Nach dem chinesischen Strafrecht sollen diejenigen, die mehr als drei Kinder entführt haben, mindestens zu fünf Jahre Haft verurteilt werden. Bei erschwerenden Umständen hat die Straftat eine lebenslängliche Haftstrafe oder ein Todesurteil zur Folge. In 2008 und 2009 sind mehr als 60 Prozent der untersuchten Kinder- und Frauenentführer strafrechtlich schwer verurteilt worden. Die Anzahl der schweren Strafen ist viel höher als bei anderen Verbrechensarten im selben Zeitraum.
In einer groß angelegten Polizeiaktion wurden im vergangenen Halbjahr über 2000 vermisste Kinder aufgespürt und befreit. Die Behörden verstärken ihre Bemühungen weiter, neuerdings auch mit Hilfe des Internets.
Quelle: german.china.org.cn
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