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| 12. 11. 2010 | Druckversion | Artikel versenden| Kontakt |
Xiang Qingyu, Vater eines der Milchpulver-Opfer, der an der Gerichtsverhandlung teilnahm, sagte, dass Zhao dem Richter nach der Urteilsanhörung seine Gefängnisuniform entgegen geworfen habe. Zhaos Mutter, Ehefrau und Schwester weinten vorm Gericht.
Das Urteil zitierte Zeugenaussagen, Zhao habe heiße soziale Fragen verwendet, um Unordnung zu schaffen. Das Gericht sagte, Zhao habe Dutzende von Menschen angestiftet, am 4. August 2009 vor einer Polizeistation im Namen einer vergewaltigten Frau zu protestieren. Ein Zeuge, der an der Demonstration teilnahm, sagte, sie hätten den Bürgersteig blockiert.
Am 11. September 2009, dem ersten Jahrestag des Milchpulver-Skandals, lud Zhao Eltern zu einem Abendessen in ein Hotel in Beijing ein.
Am 4. März 2009, stiftete Zhao mehrere Personen an, mit "Gerechtigkeit" fordernden Transparenten vor einem Gericht in Shijiazhuang, Beijing, zu demonstrieren. Dort wurden Firmengebäude, die einst dem staatlichen Milcherzeuger Sanlu gehörten, versteigert.
Zhao organisierte im Januar 2009 eine Pressekonferenz in Daxin über das Thema Milch. Das Sicherheitspersonal nahm ihn fest. Seine Anhänger zerbrachen eine Tür im Konferenzzentrum und verlangten seine Freilassung.
Zhao habe ausländische Journalisten zu seinen Protesten und Veranstaltungen eingeladen, hieß es in dem Urteil. Zhaos Anwälte sagten in früheren Gerichtssitzungen, dass Zhao keine Hintergedanken hatte.
He Bingsong, Jura-Professor an der Chinesischen Universität für Politik- und Rechtswissenschaften, sagte, Zhao wollte Gerechtigkeit. Das sei kein Verbrechen.
Quelle: Global Times
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